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Bei den Oscars wurde er nun gefordert

Frances McDormand hat den Oscar für die beste Hauptdarstellerin gewonnen. In "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" spielt sie eine wütende Mutter, die sich gegen Rassisten und Polizeiwillkür zur Wehr setzt. Und dabei selbst nicht immer sauber bleibt.

In ihrer Rede setzte McDormand ein Zeichen für starke Frauen in Hollywood – und erwähnte den "inclusion rider".

Das Wort beschreibt einen Paragrafen, der in Zukunft in Hollywood immer wichtiger werden könnte.

Darum geht es:

In ihrer Dankesrede bat McDormand die Frauen im Saal aufzustehen: 

"Schaut euch um. Wir haben alle Geschichten zu erzählen und Projekte zu verwirklichen. Ich habe nur zwei Worte: inclusion rider."

Der "inclusion rider" ist ein Paragraf, der in Filmproduktionen zum Tragen kommt. 

  • Da an großen Projekten Hunderte Filmschaffende beteiligt sind, gibt es mehrere Verträge, mit denen die Produktion abgesichert wird.
  • Auch Regisseure und Schauspieler müssen solche Verträge unterzeichnen. Steigen sie aus einem Film wieder aus, kann es teuer werden. 
  • Der "inclusion rider" ist nun ein Mittel, mit dem Beteiligte legal von einem Film zurücktreten können, wenn die Produktion nicht genug Wert auf Gleichberechtigung legt. (The Wrap)

Ein Beispiel: Eine Schauspielerin beteiligt sich an einem Filmprojekt. Dann merkt sie, dass zu wenige talentierte Kolleginnen beteiligt werden. Mit dem "inclusion rider" hat sie die Chance, wieder abzusagen.

Nicht jeder Filmschaffende in Hollywood kann sich so einen Paragrafen leisten. Aber Menschen mit Einfluss können so dafür sorgen, dass künftige Filmproduktionen besser auf Inklusion und Vielfalt achten. 

Dass Frances McDormand den "inclusion rider" erwähnt hat, war nichts anderes als eine Kampfansage an das alte Hollywood der Männer. 

Und ein Appell an weibliche Filmschaffende, ihre Geschichten ins Kino zu bringen. 


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