Bild: Channoh Peepovicz

Der Hambacher Forst darf vorerst bleiben – der Protest im Rheinischen Braunkohlerevier geht trotzdem weiter. Rund 6500 Menschen folgten am Samstag einem Aufruf des Aktionsbündnisses "Ende Gelände". Mehrere Tausend beteiligten sich an einer Blockade am Tagebau Hambach.

Sie besetzten eine Bahnstrecke, auf der RWE Kohle transportiert. Rund 2000 vor allem junge Leute verbrachten die Nacht von Samstag auf Sonntag auf den Gleisen. 

Mit dem zivilen Ungehorsam will "Ende Gelände" den Kohleausstieg selbst in die Hand nehmen und ein Zeichen für Klimagerechtigkeit setzen. Ich habe die Demonstrierenden am Samstag als Fotograf begleitet

Die Polizei hat Aktivistinnen und Aktivisten festgesetzt – und mich gleich mit. Sie nahmen mir die Kamera ab, beschlagnahmten meine Bilder, obwohl ich mich als Vertreter der Presse zu erkennen gab und einen Presseausweis zeigte.

Eigentlich sollten hier nur meine Bilder erscheinen, nun gibt es hier auch die Bilder von Kollegen zu sehen:

1 Weiße Anzüge, bunter Rauch: So startete der Protest von "Ende Gelände" am Samstag.

2 Rauf aufs Gelände: Die Kohlekraft-Gegner wollen den Betrieb mit friedlichen Mitteln stören.

3 Mit Musik und Sprechchören machten sich die Demonstrierenden Mut für ihre Blockade und das Zusammentreffen mit der Polizei.

4 Die große Masse teilte sich in kleinere Gruppen, sogenannte "Finger", und zog in großen Demozügen zu den Blockadeorten.

5 Ein kleiner "Finger" von "Ende Gelände" im Tagebau Hambach auf dem Weg zum Braunkohlebagger, den sie besetzen wollten.

6 Der "Finger" erreichte den Braunkohlebagger im Tagebau Hambach kurz vor Sonnenaufgang.

7 Überforderte Polizei: Die Einsatzkräfte versuchten zwar, die Aktivistinnen aufzuhalten, aber es gelang ihnen am Samstag nur selten.

8 Auch in den frühen Morgenstunden waren die Aktivistinnen schon unterwegs. Gut sichtbar: die Farbe des "Fingers".

9 Für "Ende Gelände" geht es um die Zukunft des Planeten für sie und zukünftige Generationen. Profitinteresse von Konzernen spielt aus ihrer Sicht dafür keine Rolle.

10 Im Vordergrund der Aktionen steht der Kohleausstieg. Die Teilnehmer protestieren aber auch für eine antifaschistische und tolerante Gesellschaft.

11 Bei den Aktionen waren viele junge Menschen zu sehen, die für ihre Zukunft und die Zukunft ihrer Kinder protestierten.

12 Die Hambach-Bahn wurde am Samstag und Sonntag von mehreren "Fingern" besetzt und blockiert.

13 Auf die Gleise und möglichst lange bleiben: Aktivistinnen wollen den Betrieb möglichst lange aufhalten und finanziellen Schaden anrichten.

14 An dem Massenprotest nahmen auch viele Menschen mit antikapitalistischer und anarchistischer Haltung teil.

15 Möglichst viele Menschen aufbieten, die bereit sind, die Anweisungen der Polizei zu ignorieren: Das ist Taktik von "Ende Gelände". 

16 Die Aktivistinnen hatten sich mit Mund- und Augenschutz auf die Konfrontation vorbereitet.

17 Hand in Hand liefen Aktivistinnen auf Polizeisperren zu, um sie durchzubrechen.

18 Aktivistinnen überquerten die A4, die Polizei sperrte die Autobahn für mehrere Stunden und setzte Wasserwerfer ein.


Fühlen

Drei Menschen erzählen, mit wie vielen Leuten sie geschlafen haben - und was das mit ihrem Sex macht

Das "erste Mal" war bei vielen vor allem: unbeholfen. Planlos liegt man aufeinander und weiß nicht so richtig, was zu tun ist. Sexualkunde und Pornos hatten uns theoretisch vorbereitet. Für die Praxis hat es nicht viel gebraucht: 

Vorsichtig ging es rein, raus und schon war man fertig. 

So richtig haben viele da noch nicht verstanden, was an Sex jetzt so toll sein sollte. Deswegen hat sich die Menschheit so verrückt gemacht? Seltsam.   

Zum Glück blieb es aber nicht beim ersten Mal

Wer übt, wird besser. So sieht es auch die Wissenschaft. "Sexualität ist ein Prozess. Das bedeutet, dass man natürlich ein Stück weit erst mal Wissen benötigt und üben muss", so der Sexualwissenschaftler Heinz-Jürgen Voß in unserem Interview zu dem Thema. 

Dabei käme es nicht so sehr darauf an, mit wie vielen Partnern man die Erfahrung macht – sondern dass man sich überhaupt traut, sie zu machen.

Doch ab wann genau ist jemand eigentlich erfahren und wie äußert sich das genau? Reicht dafür ein Partner oder eine Partnerin aus? Oder führt hier Quantität zu Qualität

Auf der Suche nach einer Antwort haben wir mit drei Leuten gesprochen. Alle sind in einer Beziehung und haben mit unterschiedlich vielen Partnern und Partnerinnen geschlafen. 

Hier erzählen sie uns unter geändertem Namen, wie sie mit ihren Erfahrungen umgehen und wie unterschiedliche Partner ihr Sexleben beeinflusst haben.


Mira aus Flensburg