Bild: Brian Skerry

Ob als Zirkus-Attraktion, Haustier, Modeaccessoire oder zum Verzehr: Bedrohte Wildtiere sind begehrt, der illegale Handel mit ihnen ist ein lukratives Geschäft. Die Folgen sind verheerend: Viele Tiere werden aus ihrem Lebensraum gerissen, in Gefangenschaft gehalten oder sterben einen qualvollen Tod.

Wie sehr die Populationen schrumpfen, ist dramatisch.

In Afrika gibt es so wenige Elefanten wie nie zuvor, berichtet der WWF. Wilderer löschen die Tiere systematisch aus, um illegal mit Elfenbein zu handeln. Auch Nashörner sind begehrtes Jagd-Wild. Viele Parkwächter sägen die Hörner inzwischen ab, damit Wilderer sie nicht einfach abschießen (SPIEGEL ONLINE). Der Wildtierhandel gilt als viertgrößtes Verbrechen weltweit – nach DrogenhandelProduktpiraterie und Menschenhandel. Insgesamt werden nach Angaben des WWF damit 20 Milliarden Euro pro Jahr umgesetzt.

Mit der Aktion "Photographers Against Wildlife Crime™" wollen Fotografen und Fotojournalisten aus aller Welt nun ein Zeichen setzen – und auf das Leid der Tiere aufmerksam machen.

Wir wissen, dass Fotografie ein einflussreiches Mittel sein kann. Ohne Bilder schwindet das Bewusstsein für unsere Umwelt.
Britta Jaschinkski, Fotografin und Mitbegründerin des Projekts

Die Fotografin Britta Jaschinski hatte das Projekt gemeinsam mit dem Fotojournalisten und Schriftsteller Keith Wilson gestartet. Insgesamt beteiligen sich 20 Fotografen. Einige von ihnen haben laut Jaschinski ihr Leben für die Aufnahmen riskiert.

Im Mai 2018 wird die Foto-Aktion als Buch erscheinen. Die Einnahmen sollen als Spendengelder an Stiftungen gehen, die gegen den illegalen Wildtierhandel kämpfen. Hier sind die Bilder:

Orang Utan als Zirkustier
(Bild: Britta Jaschinski)

Im Chimelong International Circus in China wird dieser Orang Utan dreimal am Tag im Kostüm zur Schau gestellt. Orang Utans sind vom Aussterben bedroht, aber der illegale Handel mit den Jungen der Menschenaffen ist ein gewinnbringendes Geschäft. Sie enden oft als Zirkusattraktion, Haustiere oder Buschfleisch.

Hai im Fischernetz
(Bild: Brian Skerry)

Zu sehen ist ein Drescherhai, der in einem Stellnetz am Golf von Kalifornien gefangen ist. Millionen Haie sterben jährlich als ungewollter Beifang oder weil sie gezielt gefischt werden – ihre Flossen gelten als Delikatesse.

Fennek an der Leine
(Bild: Bruno D’Amicis)

Das Bild zeigt einen etwa drei Monate alten Fennek, auch Wüstenfuchs genannt. Er wird wie viele seiner Art illegal als Haustier verkauft. 

Elefant in Ketten
(Bild: Patrick Brown / Panos Pictures)

Ein Elefant sitzt mit angeketteten Füßen im Chitwan National Park. Der 50-jährige Bulle hatte fünf seiner Mahuts ("Pfleger") getötet.

Brennende Stoßzähne 
(Bild: Charlie Hamilton James)

Am 30. April 2016 wurden im Nairobi National Park 105 Tonnen Elefanten-Stoßzähne und 1,5 Tonnen Nashorn-Hörner verbrannt, um ein Zeichen gegen Wilderei zu setzen. Die Dickhäuter sind wegen des Elfenbeinhandels stark gefährdet.  

Pangolin-Grab
(Bild: Paul Hilton)

Das Pangolin wird auch Tannenzapfentier oder Schuppentier genannt. Seine Schuppen werden in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt, ihr Fleisch gilt als Delikatesse. Die Tiere sind vom Aussterben bedroht. Das Bild zeigt einen Schiffscontainer mit eingefrorenen Schuppentieren im Hafen von Sumatra.

Lemuren im Käfig
(Bild: Zheng Xiaoqun)

Zu sehen sind Lemuren aus dem Whenzou-Zoo im chinesischen Zhejiang. Die meisten Lemur-Arten sind vom Aussterben bedroht. Vor allem weil ihr Lebensraum abgeholzt oder gerodet wird und sie gejagt werden.

Verwaistes Nashorn-Kalb 
(Bild: Brent Stirton )

Das Bild zeigt eine Mitarbeiterin der Organisation "Care for Wild Africa". Sie umarmt ein verletztes Nashorn-Baby. Hyänen hatten das Kalb angegriffen, seine Mutter wurde von Wilderern getötet. Dass die Wilderer das Kalb nicht bemerkt haben, ist in diesem Fall Glück im Unglück für das kleine Nashorn. 

Aufzucht in Gefangenschaft
(Bild: Klaus Nigge)

Ein Adler wird im Phillipine Eagle Center mit einer Attrappe gefüttert. Der Lebensraum der Vögel ist durch Rodung und Abholzung der Wälder stark bedroht.

Die Folgen des Klimawandels
(Bild: Ole J Liodden)

Die Erderwärmung ist keineswegs die einzige Bedrohung für Polarbären. Jährlich enden bis zu Tausend Eisbären als Jagd-Trophäen oder werden getötet, um mit ihnen Geld zu verdienen.

Fitz und Jipe
(Bild: Olly and Suzi)

Das Bild zeigt den Wildtierschützer Tony Fitzjohn mit der Löwin Jipe, die er als Waisenmädchen aufzog und erfolgreich auswilderte. Wilderer töteten die Löwin kurz nach der Aufnahme des Fotos.

Hier kannst du dir weitere Bilder der Aktion anschauen:

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Allerdings gibt es auch Hoffnung:


Haha

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