Bild: Maud Veith/SOS Mediterranee/dpa

Im Sommer musste die "Aquarius" tagelang im Mittelmeer darauf warten, gerettete Migrantinnen und Migranten ans Land bringen zu dürfen – am Ende bewahrte die Crew während ihrer Einsätze etwa 30.000 Menschen vor dem Ertrinken. Die Hilfsorganisation SOS Méditerranée beendet jetzt die Mission, der politische Druck sei zu groß.

Was ist der "Aquarius" passiert?

Seit Februar 2016 war die "Aquarius" im Mittelmeer unterwegs. Im Sommer blockierte Italien und sein Innenminister Matteo Salvini die Einfahrt des Schiffes mit mehr als 600 Geretteten an Bord, Malta tat es Italien gleich. (bento) Nach mehreren Tagen Ungewissheit nahm schließlich Spanien die Migrantinnen und Migranten auf. (bento)

Zweimal bereits wurde dem Schiff die Flagge entzogen, die italienischen Behörden drohten erst kürzlich mit der Beschlagnahmung der "Aquarius", weil die Besatzung illegal Müll in Italien entsorgt haben soll.

Das ist wohl auch ein Grund, weshalb die Einsätze der "Aqauarius" beendet werden sollen. 

Der Entscheidung sei "eine Reihe von gezielten politischen Angriffen auf die lebensrettende Arbeit der Hilfsorganisation" vorausgegangen, teilte SOS Méditerranée mit. (SPIEGEL ONLINE

Wir haben den Höhepunkt der Kriminalisierung von humanitärer Hilfe auf See erreicht. Dass wir jetzt dazu gezwungen sind, den Betrieb der Aquarius einzustellen, während europäische Mitgliedsstaaten ihrer Verantwortung, Menschen im Mittelmeer zu retten, nicht gerecht werden, ist ein Armutszeugnis für Europa
Verena Papke, Geschäftsführerin von SOS Méditerranée Deutschland

Wie geht es jetzt weiter?

Die Hilfsorganisation will jedoch nicht aufgeben. Mit einem anderen Schiff wollen die Helferinnen und Helfer "so bald wie möglich" erneut aufbrechen, um Migranten vor dem Ertrinken zu bewahren. Allerdings sei man "auf die Initiative von mutigen Reedereien angewiesen, die bereit sind, ein Zeichen der Solidarität" zu setzen.


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