Bild: dpa/Thomas Warnack

Im Jahr 2017 hat es in Deutschland insgesamt 2219 Angriffe auf Flüchtlinge und Flüchtlingsunterkünfte gegeben. 

Das sind im Schnitt sechs Angriffe am Tag.

Bei den Angriffen wurden mehr als 300 Menschen verletzt. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Parlamentsanfrage hervor, die den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vorliegt. (SPIEGEL ONLINE)

Was sagen die Zahlen?

  • Es gab 1906 Angriffe direkt auf Flüchtlinge.
  • Sowie weitere 313 Anschläge und Überfälle auf Flüchtlingsunterkünfte.

Das Innenministerium listete eine Vielzahl von Tätigkeiten auf: darunter gefährliche Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung, Volksverhetzung, Hausfriedensbruch, schwere Brandstiftung und Sprengstoffexplosionen.

Die Angriffe sind enorm hoch – aber im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Drittel zurückgegangen. 2016 waren insgesamt rund 3500 Angriffe erfasst worden. Hier kannst du die Details nachlesen:

Wer steckt hinter den Angriffen?

Das Bundesinnenministerium machte keine Angaben zu der Täterschaft. Laut Bundeskriminalamt wird jedoch die große Mehrheit der Angriffe von Tätern aus dem rechtsradikalen Spektrum begangen. (bento)

Die Linken-Politikerin Ulla Jelpke gibt auch AfD und Union eine Mitschuld. Sie hatte die Anfrage an die Bundesregierung gestellt. Ihrer Meinung nach, seien die Parteien für das fremdenfeindliche Klima im Land mit verantwortlich:

"Mehr als 2000 rechte und rassistische Angriffe gegen Geflüchtete im Jahr 2017 sind Ausdruck einer aggressiven Stimmung im Land, die von der AfD und anderen Gruppierungen der extremen Rechten täglich befördert wird."

Gerechtigkeit

Schaut mal USA, Norwegen verbietet bald halbautomatische Waffen
So sollen rechtsextreme Anschläge wie auf Utø​ya verhindert werden.

Ab dem Jahr 2021 soll es in Norwegen keine halbautomatischen Waffen mehr geben. Mit dem Verbot sollen Amokläufe und Massaker verhindert werden, sagt die konservative Regierung. (The Local Norway)

Das Waffengesetz sei eine Konsequenz des Massakers auf der Insel Utøya vom Juli 2011. Damals hatte der Rechtsextremist Anders Breivik dort ein Ferienlager der Arbeiterpartei angegriffen und 69 Menschen getötet.