Bild: EPA/Reduan

Mehr als 1100 Menschen aus Afrika haben in der Neujahrsnacht versucht, den Grenzzaun einer spanischen Exklave Ceuta in Marokko zu stürmen. Durch die Aktion wollten sie auf EU-Gebiet kommen, dabei kam es zu heftigen Auseinandersetzungen:

Fünf spanische und rund 50 marokkanische Sicherheitskräfte wurden verletzt. Nach Angaben von Behörden waren die Migranten organisiert und gewalttätig vorgegangen (BBC). Auch Flüchtende wurden beim Erklimmen des doppelten Grenzzaunes verletzt – er ist sechs Meter hoch. Nur zweien sei es gelungen, auf EU-Gebiet zu kommen, teilten örtliche Behörden am Sonntag mit ("Die Zeit"). Beide wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Spanien besitzt in Marokko zwei Exklaven, also Hoheitsgebiete außerhalb des eigentlichen Landes. Das sind Ceuta und Melilla. Sie gelten als die sichtbaren Grenzen der "Festung Europa" in Afrika.

Seit Jahren campen Zehntausende Afrikaner vor den Zäunen der beiden Exklaven.

Immer wieder versuchen sie, die Grenze zu überwinden – und auf EU-Boden in Sicherheit zu gelangen. Spanische Polizisten wehren sie schon häufiger mit Schlagstöcken ab.

(Bild: Mapbox/bento)

Die meisten Flüchtlinge vor den Toren der Exklaven leben in ärmlichen Zuständen. Viele brachen auf, um in Europa ein neues Leben zu beginnen – ein Visum für ein EU-Land bekommen sie jedoch nicht. Der illegale Übertritt an der Grenze ist ihre Hoffnung auf ein besseres Leben. Manche warten Jahre auf den richtigen Zeitpunkt, um über die schwer bewachte Grenze zu kommen. Vor dem Zaun leben viele in Zelten und ohne ausreichende Versorgung.

Erst Anfang Dezember hatten bereits 400 Menschen die Exklave gestürmt. Auch damals gab es viele Verletzte ("Die Zeit" II). Ceuta und Melilla sind für zahlreiche Afrikaner vom gesamten Kontinent, mittlerweile aber auch für flüchtende Syrer zur Anlaufstelle geworden.

Und so geht es Flüchtlingen zu Wasser:


Gerechtigkeit

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Ich will etwas tun, ich will mich politisch engagieren – diesen Impuls haben im vergangenen Jahr viele verspürt, nach den Wahlerfolgen der AfD, nach dem Brexit, spätestens aber nach dem 9. November, dem Tag, an dem die Amerikaner Donald Trump zum nächsten Präsidenten wählten.

In Berlin gingen am Samstag nach der US-Wahl Hunderte Menschen auf die Straße (bento), um gegen Trumps Sieg zu protestieren. In Hamburg gründete sich eine Jugendbewegung, genannt DEMO ("Zeit Magazin").

Aber was ist mit der klassischsten Form politischen Engagements, der Mitgliedschaft in einer Partei?