"Feministische Außenpolitik"

Vor einer Woche hatte die schwedische Regierung ein wegweisendes Klimaschutzgesetz verabschiedet. Während der neue US-Präsident Donald Trump den Klimawandel leugnet, wollten die Schweden ihm lieber aktiv entgegenwirken. Das Team rund um die Vize-Premierministerin Isabella Lövin verkündete das Gesetz mit einem Bild, das an die Männertruppe von Trump erinnerte:

Jetzt hat Schweden nachgelegt – und greift mit einer neuen "feministischen Außenpolitik" direkt die US-Regierung an.

Anfang März will Isabella Lövin eine Konferenz zugunsten von Hilfsorganisationen veranstalten, die Frauen in Abtreibungsfragen beraten. Bei der Tagung in Brüssel sollen Spenden gesammelt werden, sieben Länder hätten bereits ihr Kommen zugesagt, sagte Lövin dem Nachrichtendienst Reuters.

Die Teilnehmerländer sind Dänemark, Belgien, Luxemburg, Finnland, Kanada, die Niederlande und der afrikanische Inselstaat Kap Verde. Die Idee der Konferenz geht auf eine Spendeninitiative der Niederländer von Ende Januar zurück.

Warum jetzt diese Geberkonferenz?

Weil das Geld dringend gebraucht wird. Als eine seiner ersten Amtshandlungen hatte Trump die sogenannte "Global Gag Rule" gestrichen. Die erlaubte der US-Regierung, Organisationen auf aller Welt zu fördern, die Frauen bei Abtreibungen beraten. Hier erfährst du mehr darüber:

Die Republikaner sind Abtreibungsgegner, Trump ist ein Präsident der Republikaner. Also will er auch die Beratung nicht fördern. Doch die Streichung der US-Gelder ist umstritten: Viele Hilfsorganisationen beraten Frauen in Schwellenländern in Schwangerschaftsfragen und geben medizinische Betreuung. Nun ist deren Arbeit und damit das Leben von Tausenden Frauen in Gefahr, sagt Lövin. Sie wolle Frauen die Möglichkeit zur Selbstbestimmung geben.

Wenn Frauen nicht über ihren eigenen Körper bestimmen dürfen hat das ernste Folgen für die Frauenrechte auf aller Welt.
Isabella Lövin

Die Initiative von Lövin ist Teil eines schwedischen Regierungsprogramms mit dem Titel "Feministische Außenpolitik", dass die weltweite Stärkung von Frauenrechten bis 2018 zum Ziel hat. Im Programm heißt es:

"Gleichheit ist immer noch eine Vision – keine Realität."

Fühlen

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Ich bin im 1. Semester, studiere also erst seit vier Monaten. Demnächst stehen die Prüfungen an und ich weiß nicht, wo mir der Kopf steht. Ich bin sehr fleißig, aber komme mit dem Lernen nicht hinterher!

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Ich fühle mich depressiv und niedergeschlagen, finde nicht mehr die nötige Motivation, mich wieder und wieder an den Schreibtisch zu setzen und zu lernen. Ich zweifle jetzt schon daran, ob das Studium die richtige Wahl war und denke über einen Ausbildungsplatz für kommenden September nach. Aber dann war die bisherige Zeit vollkommen verschenkt.