Seit Anfang des Jahres eine Rasiererwerbung von Männern gefordert hat, sich seltener wie Arschlöcher zu benehmen, ist die Diskussion um "toxische Männlichkeit" neu entbrannt. An vorderster Front des Kampfes: Männer, die sich von dem Video angegriffen fühlen und ein bestimmtes Rollenbild gegen "Social-Justice-Warriors" und Feministinnen verteidigen wollen. Ihr Tenor: Männer sind wie sie sind und das kann und soll niemand ändern.

Nur: Genau dieses selbst auferlegte Männerbild sorgt gerade unter den Männern selbst für Leid und ungewollte Probleme. Sei es im Job, in der Familie oder bei der Gesundheit. 

bento-Redakteur Sebastian Maas fragt sich, warum so viele Männer für etwas eintreten, das sie unglücklich und kaputt macht. Merken sie gar nicht, dass sie sich selbst schaden? Oder haben Männer etwa nicht das Recht, glücklich zu sein? 

Den ganzen Kommentar gibt es oben im Video. 

Mic Drop auf Snapchat

Mic Drop, das ist: Eine Person, ein Thema, eine Meinung. Jede Woche neu und zuerst bei Snapchat. 

Hier siehst du alle Folgen. 👻 


Musik

Was ein Experte für Nazi-Liedgut zu Andreas Gabaliers Texten sagt
"Eine gewollte Provokation"

Der "Volks-Rock'n'Roller" Andreas Gabalier ist ohne Zweifel ein Star: Seine Alben stehen in den deutschen und österreichischen Charts regelmäßig auf Platz 1, auf seinen Konzerten singt er vor bis zu 80.000 Fans. Erfolgreicher ist in der Schlagerbranche eigentlich nur noch Helene Fischer.

Aber Andreas Gabalier ist umstritten. Die Vorwürfe: Seine Texte seien homophob und frauenfeindlich, zwischen den Zeilen tauche ein rechtspopulistisches Weltbild auf.

Das wurde erst kürzlich wieder Thema. Andreas Gabalier wurde der Karl-Valentin-Orden der Faschingsgesellschaft Narrhalla verliehen. Die Narren haben keine allzu feste Agenda, was einen Preisträger auszeichnet – der Preis ging unter anderem schon an Til Schweiger, an Edmund Stoiber und Papst Benedikt. (Süddeutsche Zeitung)

Dass nun der "megaparkkompatible Eckbank-Elvis" Gabalier in die Reihe aufgenommen werden soll, war dann doch einigen zu viel. Unter anderem den Erben des Komikers und Philosophen Karl Valentins. Sie sagen: "Es ist nicht hinzunehmen, dass Gabalier mit seinem offenkundigen Spiel mit faschistischen Symbolen, seiner Frauenfeindlichkeit und seiner Homophobie mit dem Namen Karl Valentins in Verbindung gebracht wird." (Zeit)

Den Preis gab es trotzdem – und Andreas Gabalier tat bei der Verleihung so, als könne er all die Aufregung nicht verstehen. Man solle nicht aus einer Fliege einen Elefanten machen, sagte er über die Kritik am versteckten Rechtspopulismus in seinen Texten. Und: