Obwohl man bisher kein großer Fan davon war.

Frauenquote? Für die FDP bisher eher ein Tabu. Man erwarte zwar von Unternehmen eine Verbesserung des Frauenanteils in Führungspositionen, eine gesetzliche Quote lehne man jedoch ab. Statt dessen könnten transparente Selbstverpflichtungen die Lösung sein. (FDP)

Jetzt scheint das Wort "Quote" die FDP aber nicht mehr abzuschrecken – zumindest für die Partei selbst denkt man jetzt über die Einführung einer "Fallbeil-Quote" nach. (Welt)  

Was ist damit gemeint?

  • Zunächst soll durch eine Selbstverpflichtung, eine "ein Drittel Frauenpartizipation auf Bundes- und Landesebene" erreicht werden. Werde dieses Ziel verfehlt, soll eine verpflichtende Frauenquote, zeitlich befristet greifen.

Wie kommt es zum Sinneswandel?

Wenn es um den Frauenanteil geht, ist die Bilanz bei der FDP vernichtend:

  • Der Frauenanteil innerhalb der Partei liegt bei 21,88 Prozent – so gering wie seit 30 Jahren nicht mehr.
  • Im 18-köpfigen Parteipräsidium sitzen lediglich drei Frauen.
  • Bei Neumitgliedern liegt der Frauenanteil bei 18,52 Prozent

"Als Partei für Vielfalt und Chancengerechtigkeit müssen wir selbstkritisch feststellen: Bei uns engagieren sich leider zu wenig Frauen", sagt Bundesgeschäftsführer Marco Mendorf. (Welt

Wie will die FDP vorgehen?

Das Präsidium möchte eine Beschlussvorlage mit dem Namen "Mehr Chancen durch mehr Vielfalt – Bildung einer Ad-hoc-Arbeitsgruppe Diversity Management" verabschieden. Dort sollen 13 Maßnahmen aufgeführt sein – eine dieser Maßnahmen: eine Frauenquote

Was soll damit erreicht werden?

  • Die FDP möchte effektive Maßnahmen entwickeln, um neue Mitgliederinnen und Wählerinnen zu gewinnen.
  • Außerdem wolle man so mehr Frauen in die Parteiarbeit und die Führungsebene integrieren. (FAZ)

Wie geht es jetzt weiter?

Dieses Vorhaben wird innerhalb der Partei und innerhalb der Arbeitsgruppe sicherlich für viel diskutiert werden. Bundesgeschäftsführer Marco Mendorf soll bereits im Mai auf dem Bundesparteitag der FDP einen Zwischenbericht vorlegen, Ende des Jahres soll dann ein Abschlussbericht folgen.


Future

Dieser Mann hat Carsharing aufs Dorf gebracht

U-Bahnen, Busse, Carsharing – in der Stadt kommt jeder irgendwie voran. Auf dem Land sieht das anders aus. Dort fahren Busse und Bahnen vielleicht gerade einmal jede Stunde – wenn es überhaupt welche gibt. Das eigene Auto ist für viele ein Muss.

Ahmet Cetiner will das ändern. Er hat eine Carsharing-Firma gegründet, die Autos gibt es nur auf dem Dorf. Bisher in Maintal bei Frankfurt, hier hat Ahmet hat er das Projekt gestartet – und er will expandieren. Hier erzählt er, was er bisher erreicht hat.