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Vier Fragen, vier Antworten

Im November finden in den USA Zwischenwahlen statt: Mehr als die Hälfte des Kongresses wird neu gewählt – und an dem Ergebnis wird sich zeigen, wie viel Zustimmung oder Ablehnung Donald Trumps Politik findet. Jetzt gibt es erneut Manipulationsversuche im Wahlkampf.

Was ist passiert?

Facebook hat nach eigenen Angaben gefälschte Profile aufgedeckt, mit denen angeblich versucht worden sei, die öffentliche Meinung in den USA zu manipulieren. Zu der koordinierten Kampagne habe auch der Aufruf zu einer Demonstration gegen Rechts kommende Woche in Washington gehört. Was letztlich dahintersteckt, ist unklar. 

Insgesamt seien acht Facebook-Seiten, 17 Profile und sieben Instagram-Accounts gelöscht worden, die mehr als 290.000 Menschen erreicht haben sollen. Laut Mitteilung von Facebook wurden die Seiten zwischen März 2017 und Mai 2018 erstellt. Die Gruppe habe außerdem Anzeigen für rund 11.000 Dollar bei Facebook geschaltet.

Wer steckt hinter den Manipulationsversuchen?

Im Vergleich zu den Aktivitäten der in Russland basierten Gruppe "Internet Research Agency" (IRA) im Umfeld des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2016 seien die Spuren diesmal besser verwischt worden, erklärte Facebook. 

  • Wer also genau verantwortlich ist, ist laut Facebook unklar. Manche der Aktivitäten seien aber den früheren Manipulationen der IRA ähnlich – es seien auch einige Verbindungen zur IRA festgestellt worden. Es könne daher "die IRA mit verbesserten Fähigkeiten sein, oder eine separate Gruppe", schrieb Facebooks Sicherheitschef Alex Stamos.

Wie geht es weiter?

Die Entdeckung der Gruppe ist umso wichtiger, da in den USA im November Kongresswahlen anstehen – dann wird das Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Geheimdienste warnen bereits seit Monaten vor dem Einfluss russischer Hacker im Wahlkampf. (SPIEGEL ONLINE)

Was war im US-Wahlkampf 2016 geschehen?

  • Die Kampagne im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen zielte darauf ab, die politischen Gräben in der US-Gesellschaft zu vertiefen – und machte dabei auch direkt Stimmung für den schließlich siegreichen Kandidaten Donald Trump
  • Die US-Geheimdienste sind sich sicher, dass Russland hinter den Manipulationen steckte. Mittlerweile ist das auch die offizielle Position der Regierung, auch wenn Trump nicht ganz überzeugt scheint. (bento)
  • Facebook war hart dafür kritisiert worden, dass auf der Plattform gefälschte Accounts in großem Stil Falschinformationen verbreiten konnten. Deswegen verschärfte das Online-Netzwerk im vergangenen Jahr massiv die Sicherheitsvorkehrungen. 

Mit Material von dpa


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