Bild: Jannis Große

Am 26. Mai 2019 findet die Europawahl statt. 40 Parteien stehen für die nächste Legislaturperiode des Europäischen Parlaments zur Wahl. Damit ist der Stimmzettel so lang wie noch nie: 94 Zentimeter. Von vielen der Parteien hat man bisher kaum etwas gehört: Die letzte Europawahl ist fünf Jahre her und einige der Parteien tauchen in der Bundes- und Länderpolitik überhaupt nicht auf.

Wie soll man bei 40 Parteien den Durchblick behalten und wissen, welche Parteien die eigenen Interessen vertreten? Um eine erste Einschätzung zu bekommen, welche Parteien die eigenen Ansichten teilen, kann es hilfreich sein Online-Tools zu befragen, die bei der Entscheidung helfen sollen:

Aber um wirklich zu wissen, welche Inhalte eine Partei vertritt und ob man selbst mit den Ideen der Parteien übereinstimmt, hilft nur ein Blick ins Wahlprogramm. Wir haben die Wahlprogramm der 40 Parteien gecheckt und stellen euch die Parteien kurz vor - mit Link zum Wahlprogramm.

(Bild: Jannis Große / bento)

Die Parteien sind alphabetisch sortiert. Die Bezeichnungen entsprechen dem Stimmzettel zur Europawahl. Die dargestellten Forderungen der Parteien sollen einen Eindruck über die Position im politischen Spektrum geben und stellen nicht unbedingt die Schwerpunkte der Parteien dar.

AfD

Die Alternative für Deutschland (AfD) ist eine rechtpopulistische Partei, die 2013 gegründet wurde. Sie setzt sich für die Stärkung der Nationalstaaten ein, ist gegen die Aufnahme von Geflüchteten, leugnet den menschengemachten Klimawandel und hält Klimaschutz für einen Irrweg. Die Partei hat an verschiedenen Stellen strukturelle Zusammenhänge mit rechtsextremen Gruppen und Personen, wie die Recherchen der "taz" und "Das Netzwerk der Neuen Rechten" zeigen. Das Wahlprogramm zur Europawahl findet sich hier. Die AfD sitzt bisher mit anderen EU-kritischen Rechtspopulisten in der Fraktion EFDD im Europäischen Parlament.

BP

Die Bayernpartei (BP) ist liberal-konservativ einzuordnen und wurde 1946 gegründet. Die Partei strebt die Unabhängigkeit Bayerns an und ist Teil der European Free Alliance. Sie ist für geschützte EU-Außengrenzen, die Stärkung der inneren Sicherheit aber auch für direkte Demokratie und bürgerliche Freiheiten. Sie ist gegen Überwachung und für einen Spitzensteuersatz von 35%.
Die Bayernpartei hat kein eigenes Wahlprogramm sondern verweist auf das Programm der European Free Alliance. Auf Deutsch lassen sich die Positionen der Partei aber in deren Grundsatzprogramm durchlesen.

BGE

Das Bündnis Grundeinkommen (BGE) ist eine Partei, dessen einziger Programmpunkt die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens ist. Die Partei schließt totalitäre und faschistische Bestrebungen aus und sind somit im politischen Spektrum eher links einzuordnen. Das Programm des BGE findet sich hier.

BIG

Das Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit (BIG) wurde 2010 von Muslimen und Musliminnen gegründet und setzt sich insbesondere für die Interessen von Migranten und deren Integration ein. In ihrem Wahlprogramm spricht sich die Partei für Klimaschutz,  eine Finanztransaktionsteuer, den Mindestlohn und gegen Waffenexporte aus.

Bündnis C

Das Bündnis C - Christen für Deutschland wurde 2015 durch den Zusammenschluss der Partei Bibeltreuer Christen und der  AUF – Partei für Arbeit, Umwelt und Familie gegründet. Die Partei ist christlich-konservativ und fordert in ihrem Wahlprogramm zur Europawahl mehr Gottesbezug und die Referenz auf das jüdisch-christliche Erbe in Europa. Sie ist gegen eine "Republik Europa", gegen die gleichgeschlechtliche Ehe, gegen Abtreibungen, für Nachhaltigkeit und Umweltschutz sowie eine gemeinsame Sicherung der EU-Außengrenzen.

CDU & CSU

Die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) und die Christlich-Soziale Union (CSU) werden als Unionsparteien oder kurz Union bezeichnet. Die CSU ist dabei nur in Bayern wählbar, die CDU in den 15 anderen Bundesländern der Bundesrepublik. Zur Europawahl haben sie ein gemeinsames Wahlprogramm veröffentlicht. Darin sprechen sie sich für Sicherheit, Frieden und Wohlstand aus und fordern ein Europa, das seine Werte schützt.

DiEM25

Demokratie in Europa - DiEM25 ist eine linke europäische Partei, die nach eigenen Angaben die "gerechte Gestaltung des 21. Jahrhunderts" zum Ziel hat. Auf Listenplatz 1 ist Yanis Varoufakis, der frühere griechische Finanzminister. Im Wahlprogramm legt DiEM25 ihren Schwerpunkt auf Demokratie, Nachhaltigkeit, Wohlstand und Frieden. Sie will einen Klimavertrag 2030, um das 1,5 Grad-Ziel zu erreichen, befürwortet die Legalisierung von Marihuana und ist gegen geschlossene Außengrenzen Europas. DiEM25 will LGBTQIA+ Rechte durchsetzen, Löhne angleichen, Armut bekämpfen, direkte Demokratie fördern und das öffentliche Bildungswesen stärken.

Die Direkte!

Die Partei Demokratie direkt! wurde im Dezember 2018 gegründet und erst am 15. März 2019 zur Europawahl zugelassen. Ein Wahlprogramm findet sich auf der Webseite nicht. Aber ein Konzept für die "Demokratie 2.0": Die Idee der Partei ist es, dass alle Entscheidungen, die im Parlament getroffen werden in einem Online-Forum landen, in dem jeder und jede mitdiskutieren kann. Dort können alle mitentscheiden, wie die Abgeordneten von Demokratie direkt! im Parlament abstimmen sollen.

Die Frauen

Die feministische Partei Die Frauen wurde 1995 gegründet und will die Sichtweisen der Frauen in den Mittelpunkt stellen. In ihrem Wahlprogramm positioniert sie sich für Feminismus, Frieden, Demokratie, eine intakte "enkelinnentaugliche" Umwelt und Gerechtigkeit. Sie will außerdem die Sichtweisen der Frauen in den Mittelpunkt rücken und eine feministische Fraktion im Europaparlament gründen.

Die Grauen

Die Partei Die Grauen wurde 2017 gegründet und sieht sich in der Tradition der  Partei Die Grauen – Graue Panther, die 2008 nach einem Spendenbetrug in Millionenhöhe aufgelöst wurde. Sie will Politik für alle Generationen machen und legt in ihrem Wahlprogramm einen grafischen Schwerpunkt auf die "Ausländerpolitik". Sie sieht Geflüchtete als Gefahr für die freiheitlich-demokratische Grundordnung in Europa und ist der Meinung, dass Europa nicht allen Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten zur Seite stehen kann. Außerdem ist sie für bessere Bildung, gegen Altersarmut und für Grenzkontrollen an den innereuropäischen Grenzen. Sie setzt sich für Klimaschutz ein, sieht in Dieselfahrverboten aber den falschen Weg.

Die Humanisten

Die 2014 gegründete Partei Die Humanisten legt ihren Fokus auf die freie Entfaltung des Individuums auf der Basis der Menschenrechte. Im Wahlprogramm fordert sie eine Europäische Republik mit eigener Armee, eigener Staatsbürgerschaft und einem verbindlichen Grundrechterahmen. Die Themenschwerpunkte sind Freiheit, Fortschritt, Perspektive und Verantwortung für Mitmenschen, Tier und Umwelt. Die Partei hat eine Unvereinbarkeitsliste veröffentlicht, wer ihrer Meinung nach nicht zur Satzung der Partei passt - darunter Verschwörungstheorien, religiösen Fundamentalismus, Rechtsextremismus, Linksextremismus und alle Organisationen mit dem Wort "Antifa" im Namen.

Die Linke

Die Linke tritt unter dem Slogan "Für ein solidarisches Europa der Millionen, gegen eine Europäische Union der Millionäre" zur Europawahl 2019 an. Im Programm sind sie für Gerechtigkeit, soziale Absicherung, mehr direkte Demokratie und gegen Markt, Privatisierung und geschlossene Außengrenzen. Die Linke positioniert sich gegen Rechts, für linken Feminismus und für eine soziale und ökologische Wirtschaft.

Die PARTEI

Die Satire-Partei Die PARTEI wurde 2004 von Redakteuren der Titanic gegründet. Die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative, so der vollständige Name, geht mit Martin Sonneborn (Platz 1) und Nico Semsrott (Platz 2) in den Europawahlkampf. Im Wahlprogramm fordert Die PARTEI die Einführung eines "Höchstwahlalters" als Ergänzung des üblichen Mindeswahlalters von 18 Jahern, eine Strafe für Klimawandelleugnung und ein "Existenzmaximum" von einer Million Euro. Außerdem will sie das Wahlsystem ändern und die "Demokratie einführen" - "notfalls gegen den Willen der Wählerinnen und Wähler."

Die Rechte

Die Rechte – Partei für Volksabstimmung, Souveränität und Heimatschutz wurde 2012 gegründet und ist eine rechtsextreme und neonazistische Kleinpartei. In ihrem 25-Punkte-Wahlprogramm für Europa fordert Die Rechte den "Dexit", also den Ausstieg Deutschlands aus der EU, die Einführung eines "echten Volksheeres", die "Wiederherstellung" von "Großdeutschland", mehr Abschiebungen und die Wiedereinführung der Todesstrafe.

Im Wahlprogramm finden sich noch viele weitere Punkte, die das faschistische, rechtsextreme Weltbild aufzeigen. Die Spitzenkandidatin der Partei, Ursula Haverbeck, sitzt wegen Holocaust-Leugnung im Gefängnis. Die Partei bezieht sich offen auf das dritte Reich, ist klar antisemitisch und wird vom Verfassungsschutz beobachtet.

Die Violetten

Seit 2001 gibt es Die Violetten. Die Partei will die Gesellschaft auf dem Weg zu einem weniger materialistisch geprägten Denken und Handeln begleiten. Im Wahlprogramm zur Europawahl positioniert sie sich für ein länderspezifisches bedingungsloses Grundeinkommen, für Naturschutz und Biolandbau, für einheitliche Einwanderungsgesetze in Europa und die Unterstützung der Krisengebiete. Außerdem fordert sie ein Verbot der Privatisierung von Allgemeingütern sowie das Verbot von Waffenexporten in kritische Gebiete.

DKP

Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) wurde 1968 gegründet und ist gegen den Kapitalismus und für den Sozialismus. Sie gilt als Nachfolgeorganisation der verbotenen KPD und wird vom Verfassungsschutz beobachtet und als linksextrem eingestuft. Die DKP ist für Abrüstung, für die Bekämpfung von Fluchtursachen, für gesetzliche Mindestlöhne ohne Ausnahmen, gegen Privatisierungen und für die Vergesellschaftung von Banken und Konzernen. Das Wahlprogramm findet sich hier.

Familie

Die Familien-Partei Deutschlands (Familie) ist eine konservative Partei mit dem thematischen Schwerpunkt auf Familienpolitik. In ihrem Wahlprogramm fordert sie eine Neuausrichtung der EU, die sich mit dem gesamtgesellschaftlichen    Aufgabenfeld der Familien-und Sozialpolitik auseinandersetzen soll. Als wichtigen Punkt fordert sie eine Familienkasse, die dafür sorgen soll, dass keine Familie mit Kindern in Armut leben muss. Konkrete Forderungen sind ein europäisches Kindergeld, Erziehungsgehalt, Familienwahlrecht und europäische Rente. Die Partei ist für eine Finanztransaktionssteuer, für Klimaschutz und für den Erhalt des Bargeldes.

FDP

Die Freie Demokratische Partei (FDP) will die EU reformieren und tritt mit dem Slogan "Europas Chancen nutzen" zur Europawahl 2019 an.Die FDP ist für Freiheit und gemeinsame Werte, Bürgerbeteiligung, Bürokratieabbau und Innovationen. In ihrem Wahlprogramm fordert sie eine EU-Verfassung und die Möglichkeit für das Europäische Parlament Gesetzesinitiativen einbringen zu können. Die Partei befürwortet eine EU, die dezentral und bundesstaatlich verfasst ist, eine europäische Armee und eine bessere Integration von anerkannten Geflüchteten. Die Klimaziele von Paris will sie durch Innovation und Wettbewerb erreichen.

Freie Wähler

Die Freien Wähler beginnen in ihrem Wahlprogramm jede Überschrift mit dem Wort "Heimat".  Die Partei ist für mehr Bürgerbeteiligung, den Aufnahmestopp neuer Beitrittsländer, eine gemeinsame Lösung der "Migrationsfrage" und Sicherheit mit offenen Binnengrenzen. Die Freien Wähler sind für einen stabilen Euro, eine starke Mittelschicht und den Erhalt unserer Lebensgrundlagen durch Energiewende und Reduktion von Plastikmüll.

Gesundheitsforschung

Die Partei für Gesundheitsforschung setzt sich für die schnellere Entwicklung wirksamer Medizin gegen Alterskrankheiten ein. Sie fordert in ihrem Wahlprogramm, 30 Mrd. Euro des EU-Haushalts pro Jahr zusätzlich in die Forschung zu investieren. Die Partei vertritt ausschließlich dieses Thema und geht davon aus, dass Alterskrankheiten wie Demenz, Krebs und Schlaganfälle alle Menschen und Generationen direkt oder indirekt betreffen.

Graue Panther

Die Partei Graue Panther setzt sich vor allem für die Interessen von Rentnern und Seniorinnen ein und ist für eine EU ohne unzumutbare Opfer für die Einzelländer. Sie betont ihre Nachfolgeschaft der Partei Die Grauen – Graue Panther, die 2008 nach einem Spendenbetrug in Millionenhöhe aufgelöst wurde.

Die Partei ist für mehr Volksentscheide, fordert bezahlbaren Wohnungsraum für alle EU-Bürger, vor allem auch für die älteren Mitbürger und die Verbesserung der Behinderten- und Krankenversicherungspolitik. Die Forderungen zur Europawahl finden sich hier und hier das Programm der Partei.

Grüne

Die Partei Bündnis 90/Die Grünen setzt den Klimaschutz auf Punkt eins ihres Wahlprogramms. Sie fordert ein Europa der erneuerbaren Energien, den Ausstieg aus Kohle- und Atomkraft, grüne Mobilität und besseren Tierschutz. Die Grünen wollen "Einwanderung gestalten, Flüchtlinge schützen, Fluchtursachen anpacken" sowie Rechte von LGBTQIA+ stärken. In Europa will die Partei Innovationen fördern und Bildung europäisch "leben".

LIEBE

Die europäische Partei LIEBE (auch EPL), tritt 2019 zum ersten Mal bei der Europawahl an. Die Ziele der Partei basieren, wie der Name sagt, auf der "triumphierenden Kraft der Liebe". Sie ist gegen die Einsamkeit von Menschen, für die Förderung von Familien, für Umweltschutz und die Gesundheit aller Menschen. Sie ist für die Förderungen der Frauen in unserer Gesellschaft und gegen Gewalt und Belästigungen. Im Wahlprogramm heißt es auch "Liebe muss die Welt regieren".

LKR

Die Partei Bernd Lucke und die Liberal-Konservativen Reformer (LKR) wurde von Bernd Lucke nach seinem Austritt aus der AfD 2015 zunächst unter dem Namen Allianz für Fortschritt und Aufbruch, kurz ALFA, gegründet und 2016 umbenannt.
Die Partei ist für eine EU souveräner Staaten und spricht sich deshalb gegen jede Form der Vergemeinschaftung von Schulden aus. Die EU solle sich auf Verordnungen beschränken, die sich "eindeutig besser EU-weit" regeln lassen heißt es im Wahlprogramm. Die LKR ist gegen den Euro und für eine zuverlässige Grenzsicherung an allen EU-Außengrenzen. Außerdem bekennt sie sich zu den Pariser Klimazielen, auch wenn der menschliche Einfluss "schwierig zu quantifizieren" sei.

Menschliche Welt

Die 2013 gegründete Partei Menschliche Welt will sich im Europäischen Parlament für Friedens- und Sicherheitspolitik, wirtschaftliche Gerechtigkeit sowie Umwelt-, Natur- und Tierschutz einsetzen. In ihrem Wahlprogramm spricht sich die Partei gegen Waffenexporte, für eine Finanztransaktionssteuer, für die Förderung ökologischer Landwirtschaft, für die garantierte Grundversorgung und für mehr Frauenrechte aus.

MLPD

Die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) ist eine linksradikale und antiimperialistische Partei, die 1982 gegründet wurde. Die MLPD ist gegen Kapitalismus, gegen Krieg und Faschismus und für die Freiheit für Kurdistan und Palästina. Sie will die Arbeitszeit und das Rentenalter senken, "Umweltverbrecher" strafrechtlich verfolgen und fordert die gleichen Rechte für Migranten und Deutsche. Hier geht es zum Wahlprogramm.

NL

Die Partei Neue Liberale - Die Sozialliberalen (NL) wurde 2014 unter anderem von ehemaligen FDP-Politikern gegründet. Sie will eine Republik Europa mit einer "echten" europäischen Regierung. Hauptbestrebung ist für die NL die Wahrung der vier Freiheiten: freier Personenverkehr, freier Dienstleistungsverkehr, freier Kapitalverkehr und freier Warenverkehr. Sie fordern eine europaweite Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenabsicherung und ein europaweites Investitionsprogramm für emissionsfrei Energieerzeugung und Mobilität. Das Wahlprogramm der NL findet sich hier.

NPD

Die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) ist eine rechtsextreme Kleinpartei, die in einem Verbotsverfahren als verfassungsfeindlich eingestuft wurde, aber angesichts ihrer Bedeutungslosigkeit im politischen Geschehen keine konkrete Bedrohung darstelle. Sie steht für geschlossene Außengrenzen, ein Europa der "Vaterländer", ein Ende der "schädlichen Russland-Sanktionen" und für eine deutsche Atombombe. Das Wahlprogramm zur Europawahl findet sich hier.

ÖDP

Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) wurde 1982 gegründet und ist dem konservativen Spektrum zuzuordnen und bezeichnet sich selbst  als "nicht links, nicht rechts". In ihrem Wahlprogramm fordern sie Volksentscheide, den Erhalt von Euro und Bargeld, ausreichendes Grundeinkommen für Personen, die über kein eigenes Einkommen verfügen können, das Verbot von Glyphosat und die Einhaltung der Umwelt-Abkommen in der EU. Die ÖDP ist für sichere und legale Fluchtwege, den Ausbau von Eruopol und die Förderung von erneuerbaren Energien.

ÖkoLinX

Die Partei Ökologische Linke (ÖkoLinX) wurde 1991 gegründet und versteht sich als Teil der linken politischen Opposition gegen die herrschenden Verhältnisse. Eine bekannte Vertreterin der Partei ist Jutta Ditfurth. Im Wahlprogramm positioniert sich ÖkoLinX gegen ein "rassistischer, antisemitischer und rechtsradikaler werdendes Europa". Sie fordert den sofortigen Ausstieg aus der Kohleindustrie, unterstützt die Seenotrettung im Mittelmeer, ist für ein Recht auf selbstbestimmte Abtreibung und gegen Überwachung. Ihre Arbeit im Europäischen Parlament sieht ÖkoLinX als Unterstützung und Vernetzung von linken Projekten in Europa, die für die gleichen Ziele kämpfen.

Partei für die Tiere

Die Partei für die Tiere Deutschland wurde 2015 gegründet und versteht sich als Ein-Themen-Partei. Das Ziel der Partei ist die Einführung unveräußerlicher Grundrechte für Tiere, angelehnt an die Menschenrechte. Zur Europawahl fordert sie im Wahlprogramm null Prozent Mehrwertsteuer auf vegane Produkte, eine deutliche Verringerung von Tierversuchen, Weidegang für alle Nutztiere, Verbot des Schächtens, möglichst schmerz- und angstfreie Tötung beim Schlachten.

Piraten

Die Piratenpartei Deutschland wurde 2006 gegründet und arbeitet eng mit anderen europäischen Piratenparteien zusammen. In ihrem Wahlprogramm setzt sie sich für mehr Partizipation der Bürgerinnen und Bürger, für ein Initiativrecht für das Europaparlament und mehr Transparenz ein. Sie befürwortet eine europäische Verfassung und einen europäischen Bundessstaat. Die Piratenpartei will die Spekulation mit Grundnahrungsmitteln verbieten, befürwortet ein bedingungsloses Grundeinkommen, fordert Ausbau der Netzinfrastruktur in der EU und setzt sich für Netzneutralität und Meinungsfreiheit im Internet ein. Außerdem psoitioniert sie sich gegen geschlossene Außengrenzen und Überwachung.

SGP

Die Sozialistische Gleichheitspartei (SGP) tritt zur Europawahl an, um "dem Aufstieg der extremen Rechten, dem wachsenden Militarismus und der schreienden sozialen Ungleichheit entgegenzutreten." Sie wird vom Verfassungschutz beobachtet und als linksextremistisch eingestuft und ist Teil der Vierten Internationalen, einem weltweiten Zusammenschluss von kommunistischen Organisationen und Gruppen. Das Ziel der SGP sind die "Vereinigten Sozialistischen Staaten von Europa" und die Enteignung von Banken und Konzernen. Sie fordert gleiche Rechte für alle hier lebenden Menschen, den Stopp von Abschiebungen, die Schließung der Anker-Zentren und die Auflösung des Verfassungsschutzes. Hier geht es zum Wahlprogramm.

SPD

Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) tritt unter dem Motto "Kommt zusammen – Macht Europa stark" zur Europawahl 2019 an. Im Wahlprogramm fordert die SPD Mindestlöhne und solide Grundsicherung in der EU, Steuern in der EU anzugleichen und eine Finanztransaktionssteuer einzuführen. Die Partei ist gegen Grenzkontrollen innerhalb der EU, will gleiche Bezahlung für alle Geschlechter umsetzen, will die Umwelt schütze, Mobilität fördern und ist für eine Europäische Seenotrettung.

Tierschutz hier!

Die Aktion Partei für Tierschutz – DAS ORIGINAL (TIERSCHUTZ hier!) ist eine Abspaltung der Tierschutzpartei und fordert Tierschutz als Staatsziel in eine europäische Verfassung aufzunehmen. In ihrem Wahlprogramm fordert die Partei eine europaweite Strategie zum Ausstieg aus Tierversuchen, das Ende von Massentierhaltung, die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf vegane Lebensmittel und eine Kennzeichnungspflicht für alle öffentlichen Restaurants-, Kantinen-, oder Mensabetriebe bezüglich der Herkunft des Fleischs. Für die Energiewende fordern sie mehr Geld für die Entwicklung der Kernfusion.

Tierschutzallianz

Die Partei Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz (Tierschutzallianz) wurde 2013 als Abspaltung der Tierschutzpartei gegründet und tritt zum ersten Mal zur Europawahl an. Sie ist gegen Tiertransporte quer durch Europa, will tierversuchsfreie Forschung fördern und Massentierhaltung in der EU abschaffen. In ihrem Wahlprogramm ist sie gegen Gentechnik und fordert ein EU-Jagdrecht mit dem Ziel des Aufbaus sich selbst regulierender Territorien.

Tierschutzpartei

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) wurde 1993 gegründet und legt ihren Schwerpunkt auf Umweltpolitik und Tierschutz. Im Wahlprogramm zur Europawahl fordert sie einen Tierschutzbeauftragten in jedem EU-Land, ein Verbot von Echtpelzprodukten, den Abbau landwirtschaftlicher Überproduktionen, die Förderung von bio-veganer Landwirtschaft und die Umsetzung einer dezentralen Energiegewinnung durch erneuerbare Energien in der EU. Außerdem ist sie für ein europaweites Tempolimit von 130 km/h, einen Ausbau vom Europol und gegen geschlossene Außengrenzen.

Volksabstimmung

Die Partei Ab jetzt...Demokratie durch Volksabstimmung – Politik für die Menschen (Volksabstimmung) wurde 1997 gegründet und wurde über mehrere Jahre vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft. Sie will zu wichtigen Sachfragen und Gesetzen bundesweite Volksabstimmungen, ist gegen Zeit- und Leiharbeit, fordert die Entlastung von Familien durch geringere Steuern und ist für die Abschaffung des Rundfunkbeitrags. In ihrem Wahlprogramm fordert sie außerdem, dass die "Strafbarkeit von Meinungen, Gesinnungen und Anschauungen abgeschafft" wird und dass Gemeinden in Bürgerentscheiden darüber abstimmen, ob und wie lange sie "Zuzügler" aufnehmen.

Volt

Volt Europa ist eine europäische Partei, die mit einem länderübergreifenden Programm zur Europawahl antritt: der Amsterdam-Deklaration. Volt ist für eine Reform der EU als starke politische Union mit Stärkung der Bürgerbeteiligung. Sie fordert ein wirtschaftsstarkes Europa und eine nachhaltige und gerechte Gesellschaft. Sie ist für eine europäische Armee, für die Einführung eines "Mindesteinkommens", für die Förderung einer umweltfreundlichen Wirtschaft, mehr legale Wege der Einwanderung nach Europa sowie für sozialen Wohnungsbau.

III. Weg

Der dritte Weg ist eine rechtsextreme, neonazistische Kleinstpartei, die immer wieder durch paramilitärische Aufmärsche auffällt, die an die NSDAP erinnern. Sie ist für einen "Nationalen Sozialismus", die "friedliche Wiederherstellung Gesamtdeutschlands" und gegen die "Überfremdung Deutschlands".

Europapolitisch ist sie für geschlossene Außengrenzen und die Stärkung der "Vaterländer". Ihr Wahlprogramm für die Europawahl findet sich hier.



Streaming

Das "Game of Thrones"-Trinkspiel: All drinks must die!

Die finale Staffel von "Game of Thrones" ist, da sind sich viele Fans auf reddit und Twitter einig, ziemlich gewöhnungsbedürftig. (bento) Glücklicherweise kann man – wie Tyrion Lannister – fast immer ein Trinkspiel aus dem Ärmel zaubern, um angespannte Situationen aufzulockern. 

Alkohol* ist nämlich eine vorzügliche Methode, um gütig (oder gleichgültig) über Macken und Plotholes der letzten Folgen hinwegzublicken. Und wer die neuen Folgen trotz der Kritik mag, kann damit immerhin den Schmerz wegtrinken, dass nun bald alles vorbei ist. 

Egal, ob allein oder mit Freunden: Dieses "Game of Thrones"-Trinkspiel macht deine Leber wahrscheinlich kaputter als "der Berg" den Kopf "der Viper". Damit eignet es sich auch hervorragend für jede Art von Rewatch!

Das brauchst du: 

Jede Menge Bier oder Wein, jede Menge Kurze, einen Bildschirm mit "Game Of Thrones" und im Idealfall eine Menge trinkwütiger Kumpane.