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Was ist passiert?

Angela Merkel hält nichts von der Entscheidung der Essener Tafel, bis auf Weiteres nur noch Deutsche neu in ihre Kartei mit bedürftigen Menschen aufzunehmen. "Da sollte man nicht solche Kategorisierungen vornehmen", sagte die Bundeskanzlerin in einem RTL-Interview.

Das ist nicht gut.
Angela Merkel zur Entscheidung der Tafel

Die Entscheidung der Ehrenamtlichen in Essen zeige aber auch "den Druck, den es gibt", und wie viele Bedürftige auf Lebensmittelspenden angewiesen seien, sagte Merkel. "Deshalb hoffe ich, dass man da auch gute Lösungen findet."

Worum geht es bei der Entscheidung genau?

(Bild: dpa / Roland Weihrauch)
  • Der Verein in Essen verteilt Lebensmittelspenden kostenlos an registrierte Empfänger von Sozialleistungen.
  • Seit dem 10. Januar vergibt er seine Berechtigungskarten vorübergehend nur noch an Bürger mit deutschem Ausweis.
  • Die Tafel wurde dafür heftig kritisiert.
  • Die Tafel Essen hat rund 6000 Nutzer, etwa 4500 davon sind Geflüchtete und Zuwanderer.
  • Besonders ältere Tafel-Nutzerinnen und alleinerziehende Mütter hätten sich von der Vielzahl junger, fremdsprachiger Männer abgeschreckt gefühlt, sagte der Vereinsvorsitzende Jörg Sartor.

Wie geht es weiter?

  • Der Vereinsvorsitzende denkt inzwischen öffentlich über einen Rückzug nach. Jörg Sartor klagt über heftige und teils pauschale Angriffe aufgrund seiner Entscheidung. "Jetzt haut ein Haufen von Politikern auf uns ein, ohne sich zu informieren", sagte er der "Bild"-Zeitung.
Die sollen sich mal herbewegen und vor Ort mitarbeiten – danach können sie sich gerne äußern.
Jörg Sator, Vorsitzender der Essener Tafel
  • Unbekannte beschmierten am Wochenende Türen und Lastwagen der Einrichtung mit Parolen wie "Fuck Nazis". Die Polizei vermutet einen Zusammenhang mit der Debatte um den Aufnahmestopp. Die Ermittlungen des Staatsschutzes dauern an.
  • Am Dienstag soll es eine Krisensitzung des Vorstands der Essener Tafel geben. Womöglich soll dort auch über Alternativen zum Aufnahmestopp für Ausländer diskutiert werden.

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