Bild: Twitter

Frauen verdienen im Job weniger als Männer. In Deutschland bekommen sie im Schnitt 21 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen (bento). Diese Ungleichheit wird Gender Pay Gap genannt.

Auch in Kanada gibt es einen solchen Gap, er lag im vergangenen Jahr bei 26 Prozent (CBC). Um die Lücke zu überwinden, versuchen Frauen, bei Bewerbungsgesprächen das Thema Gehalt offensiv anzusprechen. Wie gut das funktioniert, erfuhr jetzt die Kanadierin Taylor Byrnes. Auf Twitter hat sie einen Mail-Austausch mit einem potentiellen Arbeitgeber veröffentlicht – der ihr eine Absage erteilte, kaum, dass sie über Geld sprach.

Taylor hatte sich beim Lieferdienst "SkipTheDishes" auf eine Stelle in der Entwicklungsabteilung beworben. Per Telefon habe sie erst eine Zusage zum Gespräch erhalten – per Mail wollte sie daraufhin gleich die Frage nach dem Lohn nachschieben.

Das ist der Mail-Verlauf:
Taylor schickte diese Fragen: "Sollte ich die Position bekommen, was denkst du, wie viel mir pro Stunde bezahlt wird? Zusatzleistungen werden auch berücksichtigt, oder?"
"Entschuldigung, ich dachte nur, dass ich dich das jetzt lieber fragen sollte. Vielen Dank für deine Zeit und hab noch einen schönen Tag."
Das kam als Antwort von der Personalchefin: "Deine Fragen verraten, dass deine Prioritäten nicht zu denen von SkipTheDishes passen. Das Treffen am Donnerstag wird nicht stattfinden.“
In einer zweiten Mail wurde die Personalchefin noch mal ausführlicher: "Deine Fragen sind berechtigt und wir würden gerne erklären, was wir vielleicht nicht deutlich genug kommuniziert haben."
"Als Startup-Unternehmen suchen wir nach Menschen, die keine Mühen scheuen [...]. Wir glauben an harte Arbeit und Beharrlichkeit, um unsere Unternehmensziele zu erreichen, anstatt uns auf die Entlohnung zu fokussieren."
"Aus diesen Gründen lassen Fragen über Gehalt und Zusatzleistungen zu solch einem frühen Zeitpunkt Zweifel daran aufkommen, ob du zum Unternehmen passt."
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Vor lauter Wut über die Absage veröffentlichte Taylor die Mails auf Twitter:
Hier erzählen Männer und Frauen, warum sie beruflich neu angefangen haben:
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Lohngerechtigkeit

Frauen werden im Job deutlich schlechter bezahlt als Männer. Der internationale "Equal Pay Day" will das ändern.

Er findet je Land an einem anderen Tag statt – symbolisch errechnet für den Tag, bis zu dem Frauen umsonst arbeiten, während Männer seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden.

2017 ist das der 18. März. Frauen in Deutschland wurden also für die ersten 77 Tage nicht entlohnt.

Der Tweet sorgte für Aufmerksamkeit: Er bekam 6000 Likes und mehr als 5000 Retweets. Das brachte auch das Unternehmen dazu, seine Haltung zu überdenken. Einer der Gründer von "SkipTheDishes" hat sich entschuldigt und Taylor zu einem neuen Gespräch eingeladen.

Die Entschuldigung veröffentlichte "SkipTheDishes" transparent auf Twitter:

Um wie viel Gehalt es geht, bleibt aber weiterhin im Dunkeln.

Das deutsche Familienministerium arbeitet derzeit an einem neuen Gesetz, dass Gehälter künftig offen legt. Darum geht's:


Musik

9 Zitate, bei denen Kraftklub genau das Richtige gesungen haben
Felix Brummer soll uns Liebesbriefe schreiben!

Kraftklub sind zurück! Nachdem wir schon von einem neuen Materia-Song überrascht wurden, haben auch Kraftklub ein neues Video bei YouTube hochgeladen. Die Single heißt "Dein Lied" und hat dank des eingängigen Refrains "Du verdammte Hure, das ist dein Lied" ein eindeutiges Ohrwurm-Potenzial.

Wen dieses Zitat meint, ist nicht ganz klar. Gegenüber Puls sagt Frontmann Felix Brummer: