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Schluss mit Kuscheln!

Der französische Präsident Emmanuel Macron ist seit einigen Tagen zum Staatsbesuch in den USA. Mit US-Präsident Donald Trump will er über Klimapolitik und den Irandeal reden, außerdem wollen beide ihre Beziehungen festigen.

Zunächst sah das sehr kuschelig aus; es gab einen großen Staatsempfang, Bäume wurden gepflanzt und beide herzten und liebkosten sich vor den Pressefotografen. (Die absurd-romantischen Bilder siehst du hier

Nun war damit Schluss – in einer 50-minütigen Rede vor dem US-Kongress demontierte Macron Trumps Politik. Und erntete dafür Beifall.

Seine beiden großen Angriffspunkte:

1.

Wer den Irandeal platzen lässt, fördert nur neuen Krieg.

Der Iran wurde von früheren US-Regierungen als Land des Bösen bezeichnet, Ex-Präsident Barack Obama sorgte dann für eine Annäherung. Gemeinsam mit Deutschland, Frankreich und anderen Ländern vereinbarten die USA ein Abkommen: Der Iran baut keine Atomwaffen, dafür werden Handelsbeziehungen wieder aufgenommen. 

  • Der Deal gilt als diplomatischer Meilenstein und führt den Iran aus der Isolation.

Nun will Trump ihn platzen lassen. Am 12. Mai läuft dafür eine Frist aus. Macron warnt: Der Iran dürfe zwar niemals Atomwaffen haben, "nicht jetzt. Nicht in fünf Jahren. Nicht in zehn Jahren. Niemals!" Aber seine Souveränität und müsse respektiert werden. Trumps Weg kritisierte er deutlich: 

Diese Politik sollte uns niemals zu einem Krieg im Nahen Osten verleiten.

2.

Wer den Klimaschutz verschläft, zerstört unsere Erde.

Klimaschutz und der Kampf gegen die Erderwärmung gehören für Macron zu den Herzensthemen. Er hat ein Gegenprogramm gegen Trump gestartet (Make our Planet Great Again) und will nun auch Trump vom Klimawandel überzeugen. Der US-Präsident hält die Erderwärmung nicht für erwiesen, das Pariser Klimaschutzabkommen hat er aufgekündigt. 

Die USA sind nun weltweit die einzige Nation, die nicht teilnimmt. Trump begründet das mit Wirtschaftsinteressen.

Macron ging in seiner Rede auf Konfrontation: Der Rückzug aus dem Klimaschutzabkommen "könne kurzfristig helfen, ist aber langfristig einfach nur wahnsinnig." Alle Länder müssten sich anstrengen, einen "sanften" Übergang zu nachhaltiger Wirtschaft hinzubekommen. Man könne nicht vor sich hinleben und den Planeten für die Kinder zerstören, sagte Macron.

Er schloss den Appell mit einem seiner Lieblingssätze:

Seien wir ehrlich: Es gibt keinen Planeten B.

Hier haben wir dir die wichtigsten Aussagen zur Klimapolitik zusammengefasst:

Und hier kannst du dir die komplette Rede anschauen:

Mit Material von dpa.


Art

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Allerdings nicht das, auf das du sehnsüchtig wartest.

2018 ist für Fans von "Game of Thrones" ein eher winterliches Jahr. Die TV-Serie pausiert, erst 2019 soll die finale Staffel gesendet werden. Gleichzeitig kommt auch der Erfinder der Saga, George R. R. Martin nicht voran. 

Er schreibt die Buchvorlagen – aber verschiebt immer wieder die Erscheinung des sechsten Romans "Winds of Winter".

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