Bild: Getty Images/Astrid Stawiarz

In zwei Wochen steht fest, wer der nächste Präsident der USA wird – dann haben die US-Bürger sich zwischen Hillary Clinton und Donald Trump entschieden.

Nur Emma Watson nicht. Die Schauspielerin mag zwar zum Teil in den USA leben, ist aber britische Staatsbürgerin. Nun hat sie auf Twitter einen Brief veröffentlicht, in dem sie ihre Gefühle beschreibt: "Verdammt, ich wünschte, ich könnte wählen."

Sie nennt keine Namen, gibt keine Wahlempfehlung ab – aber zeigt trotzdem auf, wo sie bei dieser US-Wahl steht. Ihr Brief ist ein Appell an alle Frauen in den USA, zur Wahl zu gehen. Watson engagiert sich seit Jahren für Frauenrechte, für die Vereinten Nationen tritt sie als Frauenbotschafterin auf. Sie schreibt:

"Diese Entscheidungen werden beeinflussen, ob wir Gleichberechtigung für eine Idee halten, die wichtig ist."
Hier ist der gesamte Brief:
Und hier haben wir ihn für euch übersetzt:
Manchmal wirkt Politik desillusionierend, nur noch befüllt mit Rhetorik und Vernebelungen. Trotzdem steht fest – egal, woran wir persönlich glauben – dass das Ergebnis der kommenden US-Präsidentschaftswahl einen sich ausbreitenden Effekt auf die ganze Welt haben wird. Und einen Einfluss, so oder so, auf das Leben von Millionen von Menschen.

Amerika ist meine zweite Heimat. Ich habe dort Freunde, die für mich wie eine Familie sind. Es ist qualvoll, während der Monate, die zur Wahl führen, am Rand zu sitzen. Verdammt, ich wünschte, ich könnte wählen. Einer der zuverlässigsten Indikatoren für Frieden und Wachstum – sowohl national wie global – ist nicht eines Landes Level an Wohlstand, Demokratie oder ethnisch-religiöser Identität; es ist, wie Mädchen und Frauen behandelt werden ("Sex and World Peace", von Valerie Hudson). Der nächste Präsident wird in der Lage sein, Entscheidungen über Frauen zu treffen, über ihre Körper. Darüber, wie sie im Job behandelt werden, an Universitäten und in der Schule. Darüber, wie Männer Frauen in ihrem Recht als Bürgerinnen behandeln. Die Entscheidungen werden die Art, wie junge Menschen mit Gleichberechtigung umgehen beeinflussen.

Diese Entscheidungen werden beeinflussen, ob wir Gleichberechtigung für eine Idee halten, die wichtig ist.

2014 habe ich ein Zitat von Desmond Tutu getwittert: "Männer und Jungen, wir zeigen unsere Männlichkeit darin, wie wir unsere Frauen behandeln." Die US-Männer, die ich kenne und liebe, wissen das. Sie wissen, man nicht wegschauen oder kleinreden kann, wie ein Mann eine Frau behandelt.

Bei der vergangenen US-Wahl haben 70 Millionen Frauen und 60 Millionen Männer abgestimmt. Frauen, eure Stimme kann diese Wahl entscheiden. Bitte geht hin.
Ihr wollt mehr über die US-Wahl erfahren? Klickt euch durch die politischen Ideen von Clinton und Trump:
Waffen: Für Hillary Clinton ist Waffengewalt in den USA eine "Epidemie". Sie setzt sich für strengere Gesetze ein.
"Wir müssen die Waffen aus den Händen derer wegnehmen, die sie nicht tragen sollten."
Klima: Sie will mehr erneuerbare Energie. "Wir schulden es den zukünftigen Generationen, gemeinsam gegen den Klimawandel zu kämpfen."
Bei der Außenpolitik setzt sie auf Verständigung: "Wir müssen mit muslimischen Gemeinden daheim und im Ausland zusammenarbeiten, statt sie auszugrenzen."
Immigration: Clinton will den Zuzug von Migranten erleichtern und ihre Integration verbessern. Unregistrierte Gastarbeiter sollen schneller US-Bürger werden können.
Innenpolitik: Für Clinton ist die ungleiche Behandlung von Schwarzen und Weißen eines der größten Probleme beim Thema Innere Sicherheit.
Außerdem fordert sie eine Justizreform: "Familien werden auseinandergerissen weil zu viele Menschen inhaftiert werden.“
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Waffen: Donald Trump ist Anhänger des "Second Amendment", das US-Bürgern das Recht auf Waffen zuschreibt.
Er ist gegen strengere Waffenkontrollen: "Gesetzestreue Menschen sollen die Waffen besitzen dürfen, die sie haben wollen."
Klimapolitik: Trump hält die Erderwärmung für eine Lüge und Klimaschutz daher für unnötig.
Außenpolitik: Trump hält die Kriege im Nahen Osten für einen Fehler und den Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" für gescheitert.
Kriminalität: Trump fordert ein hartes Durchgreifen der Polizei.
"Wir müssen Recht und Ordnung zurückbringen. Illegale Migranten haben Waffen. Und sie erschießen Leute."
Immigration: Trump kämpft für ein verschärftes Einwanderungsgesetz und den Bau einer Mauer zu Mexiko.
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Die US-Wahl auf bento: Am 8. November fällt die Entscheidung, ob künftig Donald Trump oder Hillary Clinton das mächtigste Land der Welt regiert. Hier sind alle Beiträge

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