Frauen sind keine Objekte

Frauen im BH, Frauen mit knappen Höschen, Frauen mit starkem Make-Up: Mit der Aktion #Womennotobjects will die amerikanische Werbeagentur Badger & Winters dagegen ankämpfen, dass Frauen in Werbung oft zu Sexobjekten stilisiert werden. Die Credo "Sex sells" sollte am besten der Vergangenheit angehören.

Die Agentur der Initiatorin Madonna Badger hat sich unter anderem mit Arbeiten für Calvin Klein einen Namen in der Werbeszene gemacht. Jetzt hat sie sich dem Kampf gegen respektlose Frauendarstellungen verschrieben.

Im Rahmen ihrer Kampagne veröffentlichte die Agentur ein Video, das darauf hinweist, welche Folgen sexistische Werbung und unrealistische Körperideale für Frauen haben können. Missglückte Lippenoperationen werden ebenso gezeigt wie die Vorfälle der Silvesternacht in Köln, bei der viele Frauen Opfer sexueller Belästigungen wurden.

Auch in Deutschland ist sexistische Werbung weit verbreitet. Der deutsche Werberat veröffentlichte vergangene Woche seine Bilanz für das Jahr 2015, nach der sich über die Hälfte der eingereichten Beschwerden auf sexistische Werbeinhalte beziehen.

Im zweiten Teil des Videos werden Frauen und Männer gezeigt, die sich gegen Sexismus aussprechen. Die Organisatoren rufen dazu auf, mit dem Hashtag #Istandup an der Aktion teilzunehmen. Auf Instagram laden Unterstützer Bilder oder Videos von sich hoch und sagen, für wen sie gegen sexistische Werbung aufstehen: sich selbst, ihre Freundin, ihre Tochter oder einfach für alle Frauen dieser Welt.

Die Nutzer können auch bei Instagram Fotos von sexistischer Werbung hochladen und mit dem Hashtag #WomenNotObjects markieren. Diese werden dann von den Initiatoren als Negativbeispiele auf ihrer Website veröffentlicht.

Ziel der ganzen Aktion ist es, ein Bewusstsein für Sexismus in der Werbung zu schaffen und jungen Frauen zu zeigen, dass "ihr Wert nicht von ihrem Gewicht oder Aussehen abhängt, sondern davon, was sie sagen und tun", beschreiben die Organisatoren ihre Mission.

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