Bild: Screenshot Youtube
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Die Szene hätte auch geplant in einem Werbespot auftauchen können, der vor sexueller Belästigung warnt. Sie passierte aber zufällig und untersteicht, wie groß das Problem wirklich ist. Die britische Unternehmerin Jillian Kowalchuk stand in London für einen Werbespot für ihre App "Safe & the City" vor der Kamera. 

Als sie gerade von einer Partnerschaft mit der Londoner Polizei spricht, kommt ein fremder Mann ins Bild. 

Er ist aufdringlich, unterbricht Kowalchuk mit den Worten "Oh, very nice". Dann nimmt er sie ungefragt in den Arm und posiert mit ihr für die Kamera. 

Die Unternehmerin bleibt freundlich und versucht, die Situation zu entschärfen. Sie bittet den Mann, "downloadet Safe & the City" in die Kamera zu sagen. Er lallt: "Safe & the City. Und du bist wunderschön." Dann küsst er Kowalchuk auf die Wange. Sie überspielt die Situation mit nervösem Lachen und geht auf Abstand, bedankt sich dabei aber noch bei dem Schwerenöter. 

Eine Stimme, die offenbar der Kamerafrau gehört, kommentiert: "Da haben wir's."

Kowalchuk selbst kommentiert das Video des Vorfalls auf Youtube so:

Das hier hebt wirklich hervor, wie weit wir noch davon entfernt sind, uns sicher zu fühlen und respektiert zu werden.

Zuerst berichtete Watson über den Vorfall. 

Was ist das für eine App?

Laut einer aktuellen Umfrage haben zwei Drittel der Frauen in Großbritannien schon einmal sexuelle Belästigung erlebt. (The Independent)

"Safe & the City" soll vor allem Frauen dabei helfen, sich sicherer durch London zu bewegen. Mit der App kann man schnell Notrufe absetzen, Routen planen und dabei Orte mit besonders hoher Kriminalitätsrate vermeiden- Außerdem können Nutzerinnen Vorfälle dokumentieren und damit den Rest der Community warnen. "Safe & the City" wird derzeit über ein Crowdfunding finanziert. 


Gerechtigkeit

Syrer harrte sechs Monate im Flughafen aus – jetzt rettet ihn Kanada

Gut ein halbes Jahres hat der Syrer Hassan al-Kontar auf dem Flughafen von Kuala Lumpur in Malaysia verbracht. Nun ist er auf dem Weg ins kanadische Vancouver – denn Kanada will ihm Asyl gewähren. 

Hassan verließ Syrien, um dem Militärdienst und damit dem Krieg im Land zu entgehen. Weil er über keine Ausweispapiere verfügte, konnte er die Transitzone des Flughafens in Malaysia aber nicht verlassen. (SPIEGEL ONLINE

Hassans Leben spielte sich seitdem in einer Flughafenhalle ab – vom Schlafen im Wartebereich bis zum Waschen auf der Herrentoilette. 

Davon erzählte der junge Mann auf Twitter.