Warum wir in Deutschland eine Substanzanalyse brauchen.

Wenn Menschen Drogen nehmen, nehmen sie damit fast immer illegale Substanzen zu sich. Nicht nur, weil einige Drogen in Deutschland nicht erlaubt sind – Drogen sind häufig auch gestreckt. Kokain um Beispiel mit Zucker oder Wurmmittel, beides sieht dem weißen Pulver ähnlich.

Ich finde, dass Deutschland ein Drugchecking braucht – genau wie die Niederlande, Schweiz und Österreich. In diesen Ländern können Konsumenten ihre Drogen straffrei auf Inhaltsstoffe testen lassen – bei mobilen Drogenprüfständen, die vor Clubs, großen Parks oder Festivals aufgebaut werden.

Befürworter meinen, dass Drugchecking dabei helfen kann, besser auf Konsumenten eingehen zu können, Gesundheitsschäden zu vermeiden und das Handeln auf dem Schwarzmarkt einzudämmen. Kritiker befürchten hingegen eine Legitimierung von Konsum. 

Doch wo Drogen geprüft werden, sind auch Menschen, die diese Drogen bei sich tragen, vielleicht weiter verkaufen – eine Szene, die die der Gesetzgeber eigentlich beobachten sollte. Wie geht sie im Umfeld von Prüfstellen vor? In den Ländern, in denen es bereits welche gibt, hält sich die Polizei nicht in ihrem Umfeld auf, damit gewährleistet wird, dass die Konsumenten keine Strafverfolgung befürchten müssen.

In Deutschland haben Drogenbeauftragte der Bundesregierung von szenenahen Vereinen immer mal wieder Konzepte für Drogenprüfstellen erarbeiten lassen, bisher konnte sich aber keins durchsetzen. Auch, weil die Union solche Vorhaben immer wieder blockiert.

Seit 2007 läuft die "Drugchecking Initiative Berlin-Brandenburg". Sie fordert, Stellen zu eröffnen, an denen Konsumenten ihre Drogen anonym überprüfen lassen können. Mehr dazu im Video.

Und du?


Today

YouTuber gab Obdachlosem mit Zahnpasta gefüllte Oreos – jetzt drohen ihm zwei Jahre Haft

Was ist passiert?

In Barcelona hat der YouTuber "ReSet" Oreo-Kekse mit Zahnpasta gefüllt und sich dabei gefilmt, wie er die Packung zusammen mit einem 20-Euro-Schein einem Obdachlosen gibt. Danach machte er sich über ihn lustig, sagte, jetzt habe er wenigstens saubere Zähne. Der Obdachlose, ein 52-Jähriger aus Rumänien, aß von den Keksen und musste sich übergaben. 

Das Video von Anfang 2017 hat nun ein Nachspiel vor Gericht: Ein spanischer Staatsanwalt fordert bis zu zwei Jahre Haft und eine Zahlung von 30.000 Euro als Entschädigung an das Opfer. (The Telegraph)