Die Polizei geht von einem fremdenfeindlichen Motiv aus.

In Dresden hat es am Montagabend zwei Sprengstoffanschläge gegeben. Kurz vor 22 Uhr ging bei der Polizei der Notruf ein, dass es eine Explosion vor der deutsch-türkischen Fatih-Cemii-Moschee gegeben habe. Laut Polizei war der Imam zum Zeitpunkt des Anschlags mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in dem Gebäude. Die Familie blieb demnach unverletzt. Durch den Druck wurde die Gebäudetür nach innen gedrückt, an der Fassade waren deutliche Rußspuren zu sehen.

Keine zwanzig Minuten später meldeten Anrufer eine weitere Explosion vor dem Internationalen Congress Center (ICC). Die Bar eines benachbarten Hotels musste geräumt werden. Die Polizei forderte die Gäste auf, vorerst nicht ans Fenster zu gehen. Das ICC steht keine hundert Meter vom sächsischen Landtag entfernt direkt an der Elbe.

Bilder von heutige Angriff auf unserem Moschee.

Posted by Fatih Moschee Dresden on Monday, September 26, 2016
Was steckt dahinter?

Hamza Turan, der Iman der Moschee, berichtet von sechs Wasserflaschen, die am Tatort gefunden worden seien. Diese seien mit einem Kraftstoffgasgemisch gefüllt gewesen (Sächsische Zeitung). Die Polizei spricht bislang nur von zwei selbstgebauten Sprengsätzen. Bislang liegt den Behörden zufolge kein Bekennerschreiben vor, aufgrund des Anschlagsziels geht die Polizei allerdings von einem fremdenfeindlichen Motiv aus. Die Moschee war in der Vergangenheit bereits immer wieder Ziel von rassistischen (Verbal-)Angriffen (addn).

Wie geht es jetzt weiter?

Noch in der Nacht wurden weitere Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Die beiden Moscheen in Dresden stehen jetzt unter ständigem Polizeischutz. Auch vor einem islamischen Zentrum patrouillieren ab sofort regelmäßige Beamte. Dresdens Polizeipräsident Horst Kretzschmar sagte:

Ab sofort arbeiten wir im Krisenmodus
Horst Kretzschmar, Polizeipräsident in Dresden

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