Und was bedeutet der Satz "Wir sind das Volk"? Wir haben in Dresden nachgefragt.

Deutschland feiert heute den Tag der deutschen Einheit und Dresden hat sich herausgeputzt für 750.000 Gäste. Es gibt Deutschlandfähnchen und Bratwurst.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck sprechen über die deutsche Einheit: über schrumpfende Unterschiede in Ost und West, über die größte politische Errungenschaft nach dem Krieg – die Wiedervereinigung vor 26 Jahren.

Doch, irgendwie fühlt sich das komisch an.

In diesem Jahr und in dieser Stadt ganz besonders: Seit Monaten demonstrieren hier jeden Montag Wutbürger auf der Straße. Die Pegida-Bewegung fand in der sächsischen Landeshauptstadt ihren Anfang. Drei Brandanschläge gab es hier allein in der vergangenen Woche: Eine Moschee, ein muslimisches Kongresszentrum und drei Polizeiautos waren das Ziel. Nicht umsonst sind während der Feiern zum Tag der deutschen Einheit 2.600 Polizeibeamte im Einsatz.

Gerade hier, wo die Menschen einst für Einheit auf die Straße gingen, scheint Deutschland gespaltener zu sein als irgendwo sonst. Der Satz "Wir sind das Volk" war einst Parole friedlich protestierender DDR-Bürger für die deutsche Einheit ­– heute ist der Satz zum Schlachtruf der Rechtspopulisten geworden, die versuchen, das Land zu spalten.

Wir waren in Dresden und haben junge Menschen gefragt, wie vereint sich Deutschland für sie anfühlt. Und, was der Satz "Wir sind das Volk" für sie bedeutet. Ihre Antworten seht ihr im Video

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Gute Aktion: Einfach mal Touristen vor mieser Abzocke warnen
Zwei Freunde in Prag machen es vor

In der tschechischen Hauptstadt Prag werden Touristen offenbar besonders dreist abgezockt. Am Altstädter Ring, dem zentralen Marktplatz, bietet eine Wechselstube den Umtausch in tschechische Kronen an. Der Laden wirbt zwar mit "0% Commission", der tatsächliche Wechselkurs ist aber richtig schlecht. So erzählt es Janek in seinem neuen YouTube-Video. Der Tscheche gibt sich darin als moderner Robin Hood.

Seit Jahren sei das schon so, sagt er, und niemand unternehme etwas gegen die Abzocke. Denn der schlechte Wechselkurs ist ganz transparent angegeben: Wenn Touristen darauf reinfallen, sei das eben ihr Pech. Ein paar hundert Meter weiter gibt es für einen Euro nicht 15 Kronen, sondern 25 und mehr.

Trotzdem ärgert sich Janek über die Abzocke – und hat sich mit seinem Kumpel Honza für sein Video vor die Wechselstube gestellt und Touristen gewarnt. Gleich zweimal rückte deswegen die Polizei an – aber seht selbst: