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Aber es gibt Widerstand.

Eine Ölplattform explodiert, elf Menschen kommen ums Leben. In den Tagen und Wochen danach sprudeln um die 800 Millionen Liter Rohöl in den Golf von Mexiko, Tausende Tiere verenden, eine Ölpest verseucht das Gewässer. (FAZ)

Die Tragödie der "Deepwater Horizon" vor neun Jahren gilt als die bisher schwerste Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA. In der Folge hat Präsident Barack Obama die Sicherheitsregeln auf US-Ölplattformen deutlich verschärft.

Nun will sein Nachfolger Donald Trump die Sicherheitsregeln für Ölfirmen wieder abschaffen.

Das berichten die "New York Times" und der "Guardian". Ziel sei es, "unnötige Restriktionen" für die Industrie zu beseitigen und damit die heimische Energieförderung zu stärken, heißt es im US-Innenministerium. Ende Januar sollen die Pläne öffentlich gemacht werden.

1 Um was geht es?

Bei der "Deepwater Horizon" hatte ein Ventil versagt, dass einen unkontrollierten Ölaustritt verhindern soll. Seither gibt es strenge Regeln für solche Ventile – und staatliche Kontrollen.

Nun sollen Ölfirmen wieder externe Partner beauftragen können, die Sicherheit auf ihren Plattformen zu überprüfen. Eine staatliche Kontrolle würde wegfallen. 

2 Was plant die Trump-Regierung außerdem?

Sie will fast allen Küstenteilen Lizenzen zu Offshore-Bohrungen nach Öl und Gas geben. Bisher waren viele Küstenstreifen Naturschutzgebiete. Das ändert sich nun. (bento)

  1. Erstmals nach drei Jahrzehnten soll vor Kalifornien wieder gebohrt werden.
  2. Vor Alaska sollen wieder Bohrungen stattfinden dürfen.
  3. Auch bisher gesperrte Gebiete entlang der Atlantik-Küste vor Virginia sollen Bohrlizenzen bekommen.
  4. Und im Golf von Mexiko – wo die "Deepwarter Horizon"-Katastrophe stattfand – sollen die Gebiete vor der Florida-Küste ausgeweitet werden.

3 Was ist das Problem?

Die Gebiete stehen zum Teil unter Naturschutz, bedrohte Wal-Arten, Schildkröten und Seekühe leben dort. Kommen die Öllizenzen, drohen neue Verschmutzungen. Die drohen auch, wenn es keine Katastrophe wie bei der "Deepwater Horizon" gibt.

2004 ließen zum Beispiel Wellen eine Ölplattform der Firma Taylor Energy im Golf von Mexiko kentern. Seither tritt dort Öl aus. Seit 15 Jahren. Insgesamt könnten so bereits über 100 Millionen Liter Rohöl aus der gekenterten Plattform gelaufen sein. (Washington Post)

In allen betroffenen Bundesstaaten sind die Gouverneure daher gegen neue Offshore-Ölbohrungen – auch unabhängig davon, ob sie Parteifreunde von Donald Trump sind oder nicht.


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