Bild: dpa / Carolyn Kaster

Donald Trump hat im Weißen Haus rund 40 Schüler, Eltern und Lehrer empfangen, um mit ihnen über das Massaker an der Douglas High School in Parkland, Florida, zu sprechen. Die besonders kritischen Schüler, die im Fernsehen gerade strengere Waffengesetze fordern, waren allerdings nicht dabei.

Auf einem Zettel hatte sich Trump für das Treffen notiert: "I hear you".

(Bild: dpa / Carolyn Kaste)

Trumps Ideen:

  • Bewaffnete Lehrer: Zur "obersten Priorität" erklärte Trump die Verbesserung der Sicherheit in den Schulen. Für ihn bedeutet dies, dass die Schulen zu Festungen mit bewaffneten Aufpassern ausgebaut werden. Auch Lehrer könnten künftig Pistolen tragen, meint er. Dann könnten sie Angreifer sofort ausschalten. Es gebe doch eine Menge "Ex-Marines und Ex-Soldaten", die sicherlich gerne Schulen verteidigen wollten, so Trump bei dem Treffen mit Schülern.
  • "Bump Stocks": Angeblich will Trump schnell ein Verbot von Apparaten durchsetzen, die es einem Schützen erlauben, ein halbautomatisches Gewehr so umzubauen, dass es wie ein vollautomatisches Gewehr viele Schüsse pro Sekunde abgeben kann. Ob dies gelingen wird, ist jedoch fraglich. Statt direkt per Gesetz will Trump das Verbot nämlich nur im Verordnungswege erreichen. Dieses Verfahren ist jedoch extrem langwierig, es kann sehr leicht von der Waffenlobby mit Einsprüchen und Klagen aufgehalten werden.
  • Änderung der Altersgrenzen: Weil der Attentäter von Florida 19 Jahre alt war, denkt Trump darüber nach, die Altersgrenze für den Erwerb von Gewehren auf 21 Jahre anzuheben. Doch einen Amokschützen wie Stephen Paddock, der im vergangenen Oktober in Las Vegas 58 Menschen tötete, hätte auch diese Regelung nicht von seiner Tat abgehalten. Der Mann war 64.
  • Verschärfung der "Background Checks": Trump und seine Berater prüfen, ob die sogenannten Background Checks für Käufer von Schusswaffen verbessert werden können. Die zentrale Datensammlung, mit deren Hilfe Waffenverkäufer ihre Kunden auf mögliche Vorstrafen überprüfen, soll ausgebaut werden. Bislang ist sie oft fehlerhaft, weil Behörden Einträge nicht weiterreichen. Aber: Die großen Lücken in den Waffengesetzen würden damit auch weiterhin nicht angetastet. Zum Beispiel könnten Privatleute wie bisher Waffen verkaufen, etwa bei Waffenschauen. "Background Checks" sind in solchen Fällen bislang nicht vorgesehen.

(Mehr über das Treffen auf SPIEGEL ONLINE)

Schüler in Washington und Florida fordern hingegen viel strengere Waffengesetze.

Ein Überlebender des Massakers in Florida hält es für keine gute Idee, Lehrer zu bewaffnen:

CNN hatten am Mittwochabend zu einer Townhall-Veranstaltung eingeladen. Präsident Trump und Floridas Gouverneur Rick Scott wollten daran nicht teilnehmen. Marco Rubio und Bill Nelson, die Senatoren aus Florida, stellten sich den wütenden Fragen der Wähler.

Unter anderem sollte Rubio versprechen, dass er künftig kein Geld mehr von der Waffenlobby annimmt. Um eine Antwort wand er sich allerdings herum:

Nach dem Massaker, bei dem 17 Menschen getötet wurden, organisieren Schüler nun Proteste. Eine der Überlebenden, die 18-jährige Emma Gonzalez, hatte Trump im Fernsehen vorgeworfen, Geld von der Waffenlobby entgegengenommen zu haben. Trump habe von der NRA 30 Millionen Dollar bekommen.

Nach Schul-Massakern gibt es in den USA regelmäßig eine kurze Debatte über strengere Waffengesetze, die genau so regelmäßig ohne Ergebnis endet. 

Wobei Kritiker einwenden: Es gebe sehr wohl ein Ergebnis, nämlich die sehr bewusste Entscheidung, tote Kinder in Kauf zu nehmen, weil das Recht auf den Besitz halbautomatischer Waffen wichtiger sei. (NYR)

Einige der Überlebenden von Florida setzen nun alles daran, dass dieses Mal nicht nur kurz getrauert wird und nichts weiter passiert: Sie organisieren Proteste, damit Trump nicht nur Ideen vorstellt, sondern Taten folgen lässt. (BuzzFeed)


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