Bild: Clem Onojeghu
Drei Fragen zum umstrittenen Vorhaben

Was hat die Trump-Regierung vor?

Die Trump Regierung erwägt laut einem Medienbericht Transmenschen nicht mehr offiziell anzuerkennen. Das Geschlecht soll als unveränderlich gelten und bei der Geburt auf Grund der Genitalien festgelegt werden. Das geht aus einem Papier des Gesundheitsministeriums hervor, das der "New York Times" vorliegt. Es solle in Zukunft nur zwei Geschlechter geben: männlich und weiblich.

Dies ist der bisher drastischste Schritt der Regierung, die sich darum bemüht, die Anerkennung und den Schutz von Transgender-Personen in den Bundesstaaten zurückzusetzen.

Was ist der Hintergrund?

Unter der Regierung von Barack Obama gab es zahlreiche Entscheidungen, die zu mehr Gerechtigkeit für Transmenschen geführt haben. In Bildungseinrichtungen oder im Gesundheitsbereich wurde das Geschlecht weitgehend als individuelle Entscheidung anerkannt und nicht durch das bei der Geburt zugewiesene Geschlecht bestimmt. 

In früheren Auseinandersetzungen ging es um Bezeichungen unter anderem an Schlafsälen oder Toiletten. Konservative, besonders evangelikale Christen, waren erbost. Die geplante Änderung könnte diesen bedeutenden Schritt nun wieder rückgängig machen.

Das Gesundheitsministerium argumentiert in dem Papier, dass Behörden in Zukunft das Geschlecht nur danach definieren sollen, mit welchen Geschlechtsteilen Menschen geboren würden – "auf einer biologischen Basis, die klar, wissenschaftlich gestützt, objektiv und ausführbar" wäre. Wer sich einem anderen Geschlecht zugehörig fühle, müsse es mit einem DNA-Test "beweisen".

Die neue Definition würde die Anerkennung von 1,4 Millionen Transmenschen rückgängig machen. Die Trump-Regierung hatte bereits angestrebt, Transmenschen aus der Armee zu verbannen. (bento)

Was sind die Reaktionen?

Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums lehnte es ab, sich zu "vermeintlich durchgesickerten Dokumenten" zu äußern, zitierte jedoch eine Entscheidung eines konservativen US-Bezirksrichters als Leitfaden für die Transgender-Politik. (Reuters)

Unter dem Hashtag #WontBeErased gibt es zahlreiche Tweets gegen die Pläne des Gesundheitsministeriums.

Bobby Berk aus der Netflix-Serie "Queer Eye" fordert auf, sich bei den Senatoren und Kongressabgeordneten zu beschweren:

Die Schauspielerin Alyssa Milano erinnert die Trump-Regierung daran, dass Transmenschen auch wählen gehen:

Es gibt noch mehr Kritik:



Gerechtigkeit

Ryanair-Passagier beschimpft Sitznachbarin rassistisch – und die Airline erfüllt ihm seinen Wunsch
Drei Fragen und Antworten zu dem Vorfall im Flugzeug

Auf einem Ryanair-Flug von Barcelona nach London wurde ein Mann dabei gefilmt, wie er seine Sitznachbarin aufs Übelste rassistisch beleidigt. Andere Passagiere und das Bordpersonal der Airline versuchen, den Mann zu beruhigen – doch am Ende wird sein Wunsch erfüllt: Die Frau wird zu einem anderen Sitzplatz gebracht, genau wie es der Mann gefordert hatte. Dafür gibt es nun Kritik an Ryanair.

Was ist passiert?

In dem Video ist der Mann am Fensterplatz zu sehen, die 77-jährige Frau neben ihm. Es ist zu hören, wie er sie als "ugly black bastard" bezeichnet – "hässlichen schwarzen Bastard". Er möchte nicht neben ihr sitzen und droht damit, sie vom Platz zu schubsen, sollte sie nicht woanders sitzen. Als die Frau ihm auf Englisch mit jamaikanischem Akzent etwas entgegnet, schnauzt er sie an: "Sprich nicht in einer fremden Sprache mit mir, du dumme, hässliche Kuh!"

Mehrere andere Passagiere mischen sich ein, versuchen den Mann zu beruhigen. Offenbar derjenige, der die Szene filmt, fordert das Bordpersonal auf, den Mann vom Flieger zu werfen. Schließlich fragt ein Ryanair-Mitarbeiter die 77-Jährige, ob sie an einem anderen Platz sitzen möchte. Daraufhin antwortet sie, dass sie neben ihrer Tochter sitzen möchte – und auch sie möchte, dass der Mann gehen muss.

Am Ende wird dem Mann sein Wunsch erfüllt – er sitzt allein in der Reihe. Hier siehst du das Video: