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In den USA besitzen illegal eingereiste Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren einen Sonderstatus. Sie können auch ohne gültige Papiere eine Aufenthaltserlaubnis erhalten. 

US-Präsident Donald Trump will diesen Schutz nun beenden. Dies berichten die "New York Times" und das Onlineportal "Politico" unter Berufung auf hochrangige Regierungsmitarbeiter. Das Schutzprogramm soll demnach mit einer Übergangszeit von sechs Monaten aufgehoben werden. 

Am Dienstag bestätigte auch Trumps Justizminister Jeff Sessions die Entscheidung. Die Begründung für den Entschluss lautet:  Das Programm sei verfassungswidrig. Von nun an sollen keine neuen Anträge mehr geprüft werden (SPIEGEL ONLINE). 

Das Programm wurde von Ex-Präsident Barack Obama eingeführt. Es heißt DACA (Deferred Action for Childhood Arrivals), die Kinder werden "Dreamer" genannt. Betroffen sind etwa 800.000 Migranten.

Trump hatte schon im Wahlkampf versprochen, Illegale rigoros abzuschieben. Allerdings sagte er nach der Wahl, er "liebe" die "Dreamers", und er werde ihre Angelegenheit "mit dem Herzen entscheiden". 

Doch bereits im Februar verhaftete und deportierte die US-Einwanderungsbehörde den ersten "Dreamer" – den 23-jährigen Ramirez Medina aus Mexiko. Der erste Schritt in die Richtung der nun vorgesehenen Gesetzesänderung. (BBC)

Demokraten wie Republikaner kritisieren Trumps Entscheidung gegen die jungen Einwanderer als menschenverachtend.

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Trumps Antwort auf Nordkorea ist: noch mehr Waffen

Frieden schaffen mit noch mehr Waffen - so könnte man den Plan von Donald Trump für den Atomstreit mit Nordkorea beschreiben. Denn der US-Präsident will Südkorea für viel Geld mit neuen Waffen versorgen. Damit soll sich das Land gegen den Nachbarn im Norden verteidigen können. Und der Rüstungsindustrie in den USA zu neuen Aufträgen verhelfen. (Washington Post)