Bild: Getty Images

Einst waren US-Präsident Donald Trump und der Breitbart-Journalist Stephen Bannon beste Kumpel. Bannon organisierte Trumps Wahlkampf und zog als dessen Chefstratege mit im Weißen Haus ein. 

Mittlerweile ist von der Männerfreundschaft nicht mehr viel übrig. Bannon hat bereits im Sommer das Weiße Haus verlassen, mittlerweile wütet Trump, dass er wohl seinen Verstand verloren habe. (bento)

Der Grund: Bannon soll in einem neuen Enthüllungsbuch über Trump herziehen. Und schmutzige Wäsche über dessen Präsidentschaft waschen.

Das Buch heißt "Fire and Fury: Inside the Trump White House" und wurde vom Journalisten Michael Wolff verfasst. Er beschreibt darin die ersten elf Monate Trumps – vom Wahltag Anfang November 2016 bis Ende Oktober 2017. 

(Bild: Henry Holt and Co.)

Eigentlich erscheint das Buch erst am Montag, aber bereits jetzt wurden Auszüge im Magazin "New York" und im "Guardian" veröffentlicht. Im Buch kommt unter anderem Bannon zu Wort. Das Weiße Haus wird als Ort des Chaos beschrieben, in dem keiner genau wisse, was er tue.

Das sind die 6 abstrusesten Passagen:
1. Trump soll damit gerechnet haben, die Wahl zu verlieren. Der Plan für die Rückkehr in ein Leben ohne Politik stand bereits fest. Wolff erklärt:
"Auch bei einer Niederlage wäre Trump wahnsinnig berühmt gewesen und hätte als ein Märtyrer der betrügerischen Hillary gegolten."
Trump soll gesagt haben: "Das ist größer, als ich es mir jemals erträumt hätte. Ich denke nicht übers Verlieren nach, weil es kein Verlieren ist. Wir haben gänzlich gewonnen."
2. Trumps Berater hätten versucht, ihm die amerikanische Verfassung näher zu bringen. Nach dem vierten Zusatzartikel sei die Konzentration futsch gewesen.
3. Trump wollte ungern ins Weiße Haus ziehen, schreibt der Autor. Der Präsident und die First Lady schliefen in getrennten Schlafzimmern, und Trump verbiete den Mitarbeitern, Sachen aufzuheben, die er auf den Boden wirft.
4. Einige von Trumps engsten Verbündeten, einschließlich Medienmogul Rupert Murdoch, seien über sein mangelndes Verständnis für politische Fragen verblüfft.
Sein Berater Steve Bannon soll über Trump gesagt haben: "Er ist nach Russland geflogen und dachte, er könnte Putin treffen. Aber Putin gibt einen Scheiß auf ihn. Also hat er es weiter versucht."
5. Besonders enttäuscht war Trump wohl über seine Amtseinführung. Es gab Auseinandersetzungen mit Melania und er war verärgert, dass namhafte Prominente nicht teilnehmen wollten.
6. Und auch um Trumps Haare geht es in dem Buch: So soll sich die eigene Tochter Ivanka über den pelzigen Kreis an den Seiten lustig gemacht haben.
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Was ist von den Passagen zu halten?

Michael Wolff, der Autor von "Fire and Fury" gilt als umstritten. Das Weiße Haus wirft ihm vor, einseitig recherchiert zu haben und sich zu sehr auf Bannons Meinung verlassen zu haben. Auch soll der Journalist in der Vergangenheit eigentlich vertrauliche Gespräche dennoch veröffentlicht haben. 

Gleichzeitig gilt er als knallharter Profi und hat schon viele Polit-Biografien veröffentlicht, unter anderem über den Medienmogul Rupert Murdoch (Meedia). Was an den Aussagen aus "Fire and Fury" dran ist, wird sich wohl erst zeigen, wenn das ganze Buch auf dem Markt ist – und sich weitere Trump-Angestellte äußern.


Style

Dicke Kordeln, sexistische Produktnamen – jetzt steht Naketano vor dem Aus
Die Gründer aus Essen geben sich mysteriös.

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Nun will die Firma überraschend ihren Betrieb einstellen. Die aktuelle Kollektion soll die letzte sein.

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