Bild: donaldjtrump.com

US-Präsident Donald Trump hat einen Fanshop. Dort können seine Anhänger Shirts, Pullover, Flaggen und Buttons kaufen, um Trump im Amt "zu unterstützen", wie es auf der Seite heißt. Was es auch gibt: Trumps mittlerweile ikonische rote Basecap. Auf ihr steht "Make America Great Again", der Wahlkampfslogan von Trump.

Nun führt Trump eine neue Basecap in seinem Shop – und sie ist eine Beleidigung für viele Einwanderer.

Die Cap ist blau und führt einen simplen Schriftzug: "American Dreamer". Amerikanischer Träumer.

So sieht die Basecap aus:

Was ist das Problem?

"Dreamer" bedeutet nicht einfach nur Träumer. Das Wort steht in den USA auch für minderjährige Flüchtlinge, die illegal mit ihren Eltern in die Staaten kamen. Sie stehen unter besonderem Schutz, etwa 1,8 Millionen leben in den USA.

Die Dreamer werden im DACA-Programm aufgefangen, es soll ihnen einen Weg in die US-Staatsbürgerschaft ermöglichen. Vergangenen September kündigte Trump die Aufhebung dieses Schutz an (bento), nach längeren Protesten ruderte er im Januar wieder zurück (bento).

Trotzdem versucht Trump, den "Träumern" ihren Status abzuerkennen. Bei seiner Rede zur Lage der Nation sagte er einen Satz, der in den USA für viel Ärger sorgte:

Auch Amerikaner sind Dreamer.

Vox beschrieb den Ausspruch als "größte Beleidigung" an alle minderjährigen Flüchtlinge.

Denn:

  • Trump bezeichnet damit indirekt Menschen, die von Kindheit an in den USA aufgewachsen sind, kategorisch als Nicht-Amerikaner. Dass die USA eine Nation aus Einwanderern ist, die genau darauf stolz war, drängt Trump immer weiter aus dem öffentlichen Selbstverständnis. 
  • "Dreamer" war ein positives Wort, Menschen in einer enorm schwierigen Lebenssituation zu beschreiben. So zu tun, als hätten diese Menschen anderen US-Amerikanern das Wort genommen, suggeriert, die "Träumer" würden den anderen etwas wegnehmen, das Recht zu träumen, zum Beispiel. 

Erst im Februar hatte die US-Einwanderungsbehörde heimlich einen Hinweis auf die Geschichte der Migration in den USA gestrichen: 

Die Basecap zementiert nun Trumps Haltung.

In der Produktbeschreibung steht:

"Denn auch US-Bürger sind Dreamer.
Wir alle wollen den American Dream leben und unser 45. Präsident tut alles dafür, diesen Traum für alle Amerikaner Wirklichkeit werden zu lassen. Mit dem American-Dreamer-Cap kannst du zeigen, dass du daran glaubst, dass wir Amerika wieder groß machen."

Flüchtlinge, die auf ein besseres Leben hoffen, bekommen eine Absage. US-Bürger hingegen können sich dieses Versprechen kaufen – die Cap kostet 50 Dollar.

Trumps Politik Tag für Tag:

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Streaming

"Ralph reicht's" wieder – dieses Mal mit dem Internet
Der Teaser zum zweiten Teil zeigt, wie internetsüchtig wir alle eigentlich sind.

Der Animationsfilm "Ralph reicht's" führte uns 2012 in eine Zeit zurück, in der die Welt noch in Ordnung war. Wer zocken wollte, ging in eine Arcade-Halle – das Internet war nur ein ferner Traum. Und Smartphones sowieso.

Ralph war der Bösewicht in einem Videospiel. Seine Aufgabe war es, Dinge kaputt zu machen. Irgendwann hatte er keine Lust mehr – und krabbelte durch andere Videospiele, um auch mal der Held zu sein. Auf dem Weg dorthin ging – sein Name ist nun mal "Kaputt-mach-Ralph" – leider viel zu Bruch.

Nun kommt die Fortsetzung in die Kinos – und "Kaputt-mach-Ralph" lernt das Internet kennen.