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Nicht mal die Schweiz blieb neutral

Die US-Regierung soll nach einem Beschluss der Vereinten Nationen die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt zurücknehmen. Das haben die Uno-Länder bei einer Vollversammlung in New York beschlossen.

Damit haben sich die Länder nicht von einer Drohung des US-Präsidenten Donald Trump einschüchtern lassen. 

Trump hatte verkündet, dass Länder, die gegen ihn stimmen, keine Hilfszahlungen mehr von den USA erhalten (bento). In der Resolution stellt sich die Uno nun gegen Trump – sie drückt "tiefes Bedauern" über "jüngste Entscheidungen im Hinblick auf den Status Jerusalems" aus. 

128 Nationen stimmten dafür, nur neun dagegen, 35 Mitglieder enthielten sich. 21 Nationen waren nicht anwesend. (Uno)

Nicht mal die Schweiz blieb neutral – das sind die einzelnen Entscheidungen der Länder:

Diese 9 Länder haben gegen die Resolution gestimmt – also für Trumps Entscheidung:

  • Guatemala
  • Honduras
  • Israel
  • Marshallinseln
  • Mikronesien
  • Nauru
  • Palau
  • Togo
  • USA

Diese 128 Länder haben für die Resolution gestimmt – also gegen Trumps Entscheidung:

  • Afghanistan
  • Ägypten
  • Albanien
  • Algerien
  • Andorra
  • Angola
  • Armenien
  • Aserbaidschan
  • Äthiopien
  • Bahrain
  • Bangladesch
  • Barbados
  • Belgien
  • Belize
  • Bolivien
  • Botswana
  • Brazil
  • Brunei
  • Bulgarien
  • Burkina Faso
  • Burundi
  • Chile
  • China
  • Costa Rica
  • Dänemark
  • Deutschland
  • Djibouti
  • Dominica
  • Demokratische Republik Kongo
  • Ecuador
  • Elfenbeinküste
  • Eritrea
  • Estland
  • Finnland
  • Frankreich
  • Gabon
  • Gambia
  • Ghana
  • Grenada
  • Griechenland
  • Großbritannien
  • Guinea
  • Guyana
  • Indien
  • Indonesien
  • Iran
  • Irak
  • Irland
  • Island
  • Italien
  • Japan
  • Jemen
  • Jordanien
  • Kambodscha
  • Kasachstan
  • Kap Verde
  • Katar
  • Komoren
  • Kuba
  • Kuwait
  • Kirgisistan
  • Laos
  • Libanon
  • Liberia
  • Libyen
  • Liechtenstein
  • Litauen
  • Luxemburg
  • Madagascar
  • Malaysia
  • Maldiven
  • Mali
  • Malta
  • Marokko
  • Mauritanien
  • Mauritius
  • Mazedonien
  • Monaco
  • Montenegro
  • Mozambique
  • Namibia
  • Nepal
  • Neuseeland
  • Niederlande
  • Nicaragua
  • Niger
  • Nigeria
  • Nordkorea
  • Norwegen
  • Oman
  • Österreich
  • Pakistan
  • Papua-Neuguinea
  • Peru
  • Portugal
  • Russland
  • Saudi-Arabien
  • Schweden
  • Schweiz
  • Senegal
  • Serbien
  • Seychellen
  • Singapur
  • Simbabwe
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Somalia
  • Südafrika
  • Südkorea
  • Spanien
  • Sri Lanka
  • St. Vincent und die Grenadinen
  • Sudan
  • Suriname
  • Syrien
  • Tadschikistan
  • Tansania
  • Thailand
  • Tschad
  • Tunisien
  • Türkei
  • Uruguay
  • Usbekistan
  • Venezueal
  • Vereinigte Arabische Emirate
  • Vietnam
  • Weißrussland
  • Zypern

Und diese 35 Länder haben sich enthalten:

  • Äquatorialguinea
  • Antigua und Barbuda
  • Argentinien
  • Australien
  • Bahamas
  • Benin
  • Bhutan
  • Bosnien und Herzegowina
  • Dominikanische Republik
  • Fidschi
  • Haiti
  • Jamaica
  • Kamerun
  • Kanada
  • Kiribati
  • Kolumbien
  • Kroatien
  • Lettland
  • Lesotho
  • Malawi
  • Mexico
  • Panama
  • Paraguay
  • Philippinen
  • Polen
  • Rumänien
  • Ruanda
  • Solomoninseln
  • Südsudan
  • Trinidad und Tobago
  • Tschechien
  • Tuvalu
  • Uganda
  • Ungarn
  • Vanuatu
Warum überhaupt der Streit?

Trump hat Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt – und will die US-Botschaft dorthin verlegen (bento). Die Entscheidung hatte im Nahen Osten zu Protesten geführt, auch in Deutschland gingen vor allem arabischstämmige Demonstranten auf die Straße. Auf den Demos waren auch antijüdische Parolen zu hören (bento).

Viele Nationen halten die Tat für eine diplomatische Fehlleistung – andere sagen, damit habe Trump im Nahostkonflikt neue Tatsachen geschaffen und einen neuen Friedensprozess angestoßen. Jerusalem ist für Juden, Christen und Muslime gleichsam heilig. Außerdem beanspruchen Israelis wie Palästinenser die Stadt als Hauptstadt.


Gerechtigkeit

US-Armee akzeptiert Transgender – wenn sie eine neue Unterwäsche-Regel befolgen

US-Präsident Donald Trump wollte vor einigen Monaten noch Transgender als Soldaten der US-Armee verhindern. Doch das Verteidigungsministerium hat sich durchgesetzt – und erlaubt ihnen den Militärdienst (bento). 

Ab dem 1. Januar können sich Transgender-Rekruten bewerben, ihr Geschlecht soll bei der Auswahl keine Rolle spielen. Das Pentagon ließ bereits Anfang Dezember verlauten, dass alle Bewerber gleich behandelt werden. Allerdings soll es ein paar Regeln geben, wie nun bekannt wurde.