Bild: Getty Images/Ron Sachs
Trumps Kürzungen treffen auch andere Bereiche.

Bereits am vierten Tag seiner Amtszeit hat US-Präsident Donald Trump ein Dekret unterzeichnet, das über das Schicksal von Millionen von Frauen weltweit entschied: Er setzte die sogenannte "Global Gag Rule" ein, eine Regel, wonach Organisationen, die Frauen in Bezug auf Abtreibungen beraten, kein Geld von der US-Regierung mehr bekommen. 

Vergangene Woche weitete er seine Anti-Abtreibungspolitik aus – jetzt erhalten auch Initiativen kein Geld mehr, in deren Arbeit Abtreibungen nur eine Rolle spielen. (bento) Dazu gehören auch Organisationen, die sich beispielsweise um Aids- oder Malariakranke kümmern. Darunter ist auch eine vom früheren Präsidenten George W. Bush initiierte Hilfsorganisation, die in der Aids-Hilfe tätig ist. (Zeit Online)

Laut US-Außenministerium wurden rund 8,8 Milliarden Dollar an Entwicklungshilfe gestrichen.

Da Trumps Politik-Regel Initiativen trifft, die auch in vielen anderen Gesundheits-Bereichen tätig sind, gibt es zahlreiche negative Auswirkungen: Hilfsorganisationen können beispielsweise nicht mehr so vielen Frauen kostenlose Empfängnisverhütung anbieten. Laut CNN fehlen allein in Kenia jetzt tausenden Frauen der Zugang zu Verhütungsmitteln.

Die Folge: Ein Anstieg von ungewollten Schwangerschaften, die dann illegal abgetrieben werden. Das Paradoxe ist, dass Hilfsorganisationen in Kenia überhaupt keine Abtreibungen anbieten dürfen, weil diese laut Gesetz nicht erlaubt sind – trotzdem bekommen manche von ihnen nun keine Gelder mehr für ihre eigentliche Arbeit. 

Bereits der frühere US-Präsident George W. Bush hatte die "Global Gag Rule" eingesetzt, allerdings weniger weit gefasst als bei Trump: Unter ihm wurden im Jahr 2001 rund 600 Millionen Dollar an Entwicklungshilfe gestrichen. 

Nach Einsetzen der Regel stieg die Zahl der Abtreibungen.

Eine Studie der Stanford University aus dem Jahr 2011 zeigt, dass die Abtreibungen in einigen afrikanischen Ländern in die Höhe schnellten – und das in den Ländern, die besonders von den US-Kürzungen durch Bush betroffen waren. Bis zum Jahr 2008 stieg die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche auf das Vierfache im Vergleich zu 2001 an. (CNN)

Die Berichte aus Kenia deuten es bereits an und die Studie der Stanford University unterstreicht es nochmals: Trumps Anti-Abtreibungspolitik hat eine gegenteilige Wirkung. Hinzu kommt, dass die Gesundheitsversorgung von Millionen Menschen durch die "Global Gag Rule" schlechter geworden ist – und das betrifft nicht nur die Schwangerschaftsberatung, sondern auch wichtige andere Bereiche wie die Aids-Hilfe.


Musik

Das neue Musikvideo von John Mayer ist extrem schlecht – und deshalb extrem gut!
Der Preis an das witzigste Green-Screen-Video geht an John Mayer!

Die Möglichkeiten des Green Screens sind unendlich: Das wird sich auch der Sänger John Mayer gedacht haben, als er das Video zu seiner neuen Single "New Light" gedreht hat.

Und das Video ist so trashig, dass es schon wieder witzig ist.