Bild: dpa/Montage: bento
Tag 564.

Die Mauer ist eines der Lieblingsthemen von US-Präsident Donald Trump. Im Wahlkampf hat er damit geprahlt, eine riesige Mauer an der Grenze zu Mexiko hochzuziehen, immerhin komme er aus dem Immobiliengeschäft. Die Mauer würde illegale Einreisen verhindern, die Kosten des Mammutprojekts würde Mexiko selbst tragen.

Mittlerweile ist Trump anderthalb Jahre im Amt und seine Mauer steht noch immer nicht. Verschiedene Baufirmen testen allerdings Modelle entlang der US-mexikanischen Grenze. Entsprechend wird der Mauerbau auch von US-Behörden evaluiert.

Nun sagt der US-Rechnungshof in einem offiziellen Bericht: Die Mauer wird wahrscheinlich zu teuer, zu kompliziert und nicht leisten, was sie soll.

Kurzum: Trumps Mauer könnte der BER in Sachen Grenzbefestigung werden. Hier ist der Bericht des US-Rechnungshofs

Und das sind die wichtigsten Fakten:

1

Das Heimatschutzministerium hat keine Ahnung, was es da macht.

Die US-Behörde ist für den Grenzschutz zuständig und damit für die Mauer verantwortlich. Der Rechnungshof wirft den Heimatschützern nun vor, kaum "Schlüsselinformationen" zu Kosten und Bau gesammelt zu haben. Es gebe ein "erhöhtes Risiko", dass das Projekt länger dauern wird als geplant und entsprechend Kosten nicht richtig planbar seien.

2

Die Kosten der Mauer werden deutlich teurer als veranschlagt.

Im März hatte der US-Kongress eine erste Rechnung von 1,6 Milliarden US-Dollar bewilligt. Aber schon damals hätten Regierungsbeamte gesagt, dass wohl 8 Milliarden US-Dollar realistischer sind. 

Da es ziemlich sicher sei, dass es zu Bauverzögerungen kommen werde, steigen die Kosten sicher noch weiter. Bisher gebe es keine klaren Ansagen, woher die weitere Finanzierung komme, sagt der Rechnungshof. Sicher ist: Mexikos Regierung wird die Kosten nicht tragen.

3

Ob die Mauer überhaupt Flüchtlinge vom Grenzübertritt abhält, ist mehr als fraglich.

Bisher wurde nichts gebaut – auch wenn Trump das immer wieder behauptet. Nur ein Teilabschnitt der Grenze wurde mit neuen Zäunen versehen. Der Rechnungshof lobt das und schreibt, Zäune und Kontrollen würden wahrscheinlich an vielen Stellen ausreichen.

Bereits in der Vergangenheit sei es Flüchtlingen und Schmugglern immer wieder gelungen, Grenzmauern mit Tunneln und anderen Tricks zu überwinden. Eine Mauer sei daher wahrscheinlich "nicht die zielführendste Maßnahme".

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