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Die USA verabschieden sich still und leise

Die USA waren seit jeher ein Einwanderungsland. Ihre ganze Kultur, ihre Politik und ihre Gesellschaft gründet darauf, eine sichere Heimat für Menschen aus aller Welt zu sein. 

Auch die US-Einwanderungsbehörde blieb dieser Haltung immer treu. Auf der Homepage stand immer ein "Versprechen an die Einwanderernation". 

Nun ist von diesem Bekenntnis zur Einwanderung nichts mehr zu lesen. Es wurde gestrichen.

Die US-Behörde für Staatsbürgerschaft und Immigrationsaufgaben (USCIS) kümmert sich um Visa-Anträge und regelt, wer in die USA einwandern darf. Das alte Begrüßungsstatement auf der Homepage war folgendes:

"USCIS schützt Amerikas Versprechen als Einwanderernation indem sie akkurate und nützliche Informationen zu Einwanderung und Staatsbürgerschaft allen Nutzern bereitstellt, Verständnis für die Staatsbürgerschaft schafft und die Integrität unseres Einwanderungssystems gewährleistet."

Der neue Begrüßungstext verzichtet nun auf das Versprechen – und ist auch sonst im Ton härter geworden:

"USCIS verwaltet das gesetzliche Einwanderungssystem der Nation, sichert dessen Integrität und Versprechen, indem es effizient und fair über Einwanderungsgesuche entscheidet und gleichzeitig Amerikaner schützt, das Heimatland sichert und unsere Werte achtet."

Auf die Änderung ist die US-Seite "The Intercept" aufmerksam geworden.

Warum ist das wichtig?

US-Präsident Donald Trump führt ein Amt der lauten Töne. Auf Twitter und in Interviews schreibt und sagt er, was er denkt, poltert gegen andere und verändert damit die USA. 

Gleichzeitig arbeitet seine Regierung auch an einem stillen Wandel. Stellen im Umweltministerium werden abgebaut, Gelder im Gesundheitswesen gestrichen, Unterstützung für Frauen gekürzt. Die Änderungen des Sprachgebrauchs fallen mit in diese Kategorie. Bereits am ersten Tag im Amt hatte Trump Texte zum Klimawandel und zu Bürgerrechten von der Homepage des Weißen Hauses entfernen lassen:

Die Formulierung "Einwanderernation" mag wie eine Kleinigkeit klingen. In Wahrheit wurde sie von viele US-Präsidenten in Reden und Statements benutzt, sowohl von demokratischen wie republikanischen. (Quartz)

Das Bekenntnis nun zu streichen – und stattdessen den Schutz der Amerikaner und des "Heimatlandes" zu betonen – ist eine grundlegende Veränderung des Selbstverständnis der USA.

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