Bild: Getty Images; Montage: bento

Der amtierende US-Präsident war einst TV-Star. In diesem Job feuerte er unter anderem Praktikanten vor laufender Kamera oder lieferte Show-Kämpfe im Wrestling.

Eine berühmte Videosequenz zeigt Donald Trump, wie er auf einen am Boden liegenden Gegner einprügelt. Die Masse johlt.

Jetzt hat Trump dieses Video selbst auf seinem Twitter-Account hochgeladen – allerdings leicht verändert. An der Stelle des Kopfes vom Gegner klebt das Logo des US-Senders CNN:

CNN berichtet seit der Amtseinführung kritisch über Trump, ordnet seine Lügen ein, enthüllt Ungereimtheiten aus dem Weißen Haus. 

Vor wenigen Tagen musste CNN jedoch einen Bericht auf seiner Webseite zurückziehen. In dem Text hatte es geheißen, ein Senatsausschuss untersuche Verbindungen zwischen einer russischen Bank und einem engen Trump-Verbündeten. Er beruhte auf einem Recherchefehler.

Trump nutzte das aus. Er wirft CNN und anderen Medien vor, ihn bewusst schlecht darzustellen, um die USA zu schwächen. Der Tweet ist nun seine wenig subtile Empfehlung, wie man mit kritischer Presse umzugehen hat. Der Hashtag dazu, "FraudNews", bedeutet "Betrugsnachrichten".

Woher kommt das Meme?

Trump hat es selbst hochgeladen, ein einfacher Retweet ist es nicht. Dennoch ist unklar, ob er das Video selbst gebastelt hat. 

Wahrscheinlicher ist, das er es von dem Pro-Trump-Thread The_Donald auf reddit hat. Dort teilen Anhänger News aus dem Weißen Haus, aber auch rassistische Memes und Sprüche. Vor fünf Tagen hat der Nutzer HanAssholeSolo ein genau gleiches Video hochgeladen. Titel: Trump ringt die Fake News nieder.

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Polizeisturm auf G20-Protestcamp: Was war da los?

Der G20-Gipfel hat noch gar nicht begonnen – und schon geraten Polizei und Demonstranten aneinander. Am Sonntag hatten sich beide Seiten ein mehrstündiges Machtspiel um ein genehmigtes Protestcamp in einem Park geliefert. Am Ende gab es Verletzte.

Der Überblick:
  • Das Hamburger Verwaltungsgericht hatte G-20-Gegnern erlaubt, ein Protestcamp im Elbpark Entenwerder im Osten von Hamburg zu errichten. 
  • Am Sonntag hatte die Polizei jedoch den Zugang zum Park blockiert. Aktivisten schlugen ihre Zelte auf der Straße auf.
  • Am Abend wurden Demonstranten dann in den Park gelassen – aber ohne "Küchen- und Schlafzelte". Als sie dennoch welche aufbauten, betrat die Polizei gegen 23 Uhr das Gelände.