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Die 3 wichtigsten Punkte

Zum ersten Mal haben sich beide vor einem Jahr am Rande des G20-Gipfels in Hamburg gesehen – doch nun erst steht ein direktes Treffen nur zu zweit aus.

Donald Trump und Wladimir Putin treffen sich in Helsinki zu Gesprächen.

Es wird das erste großangelegte Treffen nur zwischen Trump und Putin, und das auf "neutralem Boden" in der finnischen Hauptstadt. Denn Finnland ist kein Nato-Partner und gilt daher als unabhängig. 

Die Ankündigung folgte auf den Besuch von US-Sicherheitsberater John Bolton bei Putin Ende Juni in Moskau. Bolton sagte, er rechne zwar nicht mit konkreten Ergebnissen – aber er hoffe, dass die USA und Russland so auch in schwierigen Zeiten Kontakt halten. Die russische Seite sieht das ähnlich: Die Zeitung "Iswestija" schrieb von "neuer Hoffnung", auch wenn kein Durchbruch erwartet werden könne.

Russland und die USA streiten um ihre Vormachtstellung in der Welt – und stehen sich vor allem im Syrienkrieg feindlich gegenüber. 

In den USA ermittelt das FBI, ob Russland die US-Wahl manipuliert hat und Mitarbeiter von Trumps Team darin verwickelt sind. Der US-Präsident selbst bezeichnet das als "Hexenjagd". Das Zusammenkommen von Putin und Trump wird daher mit Spannung erwartet.

Trump und Putin in Helsinki

Trump und Putin werden sich am Montagmittag zu einem Vier-Augen-Gespräch treffen. Was dort besprochen wird, bleibt geheim. 

Danach gibt es ein gemeinsames Mittagessen, am späten Nachmittag wollen beide dann eine Pressekonferenz geben.

Diese 3 Themen sollen beim Treffen zwischen Trump und Putin im Mittelpunkt stehen:

1.

Syrien

In dem Bürgerkriegsland kämpfen die USA gegen Islamisten und sind mit kurdischen Milizen verbündet – die sich jedoch gegen den Staatschef Baschar al-Assad wenden. Russland hingegen stützt den Diktator, vor allem, um eine eigene Vormachtstellung im Nahen Osten zu halten. 

Weil beide Länder die verschiedenen Kriegsparteien aufrecht erhalten, bleibt auch der Krieg "lebendig". Und kostet weiter Menschenleben. 

2.

Ukraine

Russland hat 2014 die ukrainische Halbinsel Krim erst besetzt, später annektiert. Seitdem unterstützt das Land Söldner im Osten der Ukraine und hält dort einen Krieg am Laufen. International wird das Vorgehen geächtet, einen offenen Konflikt vermeidet der Westen jedoch. 

An den ausgehandelten "Minsker Frieden" hält sich Russland nicht, auch die Ukraine verschärft die eigene Rhetorik und Maßnahmen gegen Russland.

3.

Rüstungskontrolle

Im Kalten Krieg befanden sich die USA und die Sowjetunion in einer sogenannten Aufrüstungsspirale – je mehr Waffen man hat, desto mehr kann man den Gegner einschüchtern. Die Sichtweise gilt mittlerweile als unsinnig und gefährlich, dennoch sitzen die USA und Russland weiterhin auf einem großen Atomwaffenarsenal.

Russland soll etwa 7500 Sprengköpfe haben, die USA 7200. Und Trump hat einen weiteren Ausbau nuklearer Waffen bereits angekündigt.


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Spanien rettet fast 500 Flüchtlinge – einer trieb auf einem Lkw-Reifen im Wasser
2 Fragen zu den Geschehnissen vom Wochenende

Was ist passiert?

Die spanische Seenotrettung hat am Wochenende mindestens 479 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet. Allein am Samstag waren es 330 Flüchtlinge, die von einem Schiff der Guardia Civil aufgenommen wurden, darunter rund 100 Kinder. Einer der Geflüchteten trieb auf dem Schlauch eines Lkw-Reifens im Wasser. Am Sonntag brachten die Retter weitere 149 Menschen an Land. (tagesschau)