Rassistischer Einreisestopp in den USA (bento), rechtsextreme AfD-Reden (bento) – die Populisten der Welt versuchen gerade, die Menschen immer weiter zu spalten, sie gegeneinander aufzubringen.

Wir könnten wirklich mal wieder mal gute Nachrichten vertragen!

Gut, dass es Dänemark gibt.

Am selben Tag, als Trump das Einreiseverbot für Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern veranlasste, veröffentliche der dänische Fernsehsender TV2 ein Video, das zeigt, was wirklich wichtig ist. Und das Hoffnung macht. Mit diesem Satz beginnt der dreiminütige Clip:

Es ist so einfach, Menschen in Schubladen zu stecken.

Dazu betreten verschiedene Menschen einen Raum ordnen sich selbst in bestimmte Kategorien ein. Gut verdienende Anzugträger stehen Krankenschwestern und bulligen Glatzköpfe gegenüber, "neue Dänen" mit Migrationshintergrund stellen sich in einen anderen Bereich als solche, die schon immer in diesem Land gelebt haben. Es gibt Landeier und Großstadtkinder, Religiöse und Sportler.

Sie und wir. Es ist so leicht, die Grenze zu ziehen. Und so leicht, sie nicht zu hinterfragen. "Es gibt Menschen, mit denen wir viel teilen und solche, mit denen wir nichts gemeinsam haben", sagt der Sprecher im Video – kurz bevor genau diese Annahme völlig zerlegt wird.

There is us and there is them.

"Wer von euch war früher Klassenclown?", ist die erste Frage. Alle lachen, aus jeder Gruppe gehen Menschen in die Mitte des Kreises. "Wer hat Stiefkinder?" – der muskulöse Tätowierte, den man auf den ersten Blick als Ex-Knacki verurteilen könnte, gesellt sich zu einigen Männern in Anzügen dazu.

Und so geht es weiter: Fast alle lieben es, zu tanzen, viele wurden schon mal gemobbt, manche sind frisch verliebt.

Das Video wird plötzlich zur starken Botschaft für eine offene Gesellschaft. Hier könnt ihr es sehen:

Grenzen zu ziehen, ist einfach. Gemeinsamkeiten zu entdecken, ist hingegen richtig.


Gerechtigkeit

Tag 10: Trumps Team will eine Ausweitung des Einreiseverbots

Vor mehr als einem Jahr sprach Donald Trump im Kampf um die Vorwahlen davon, Muslime an der Einreise in die USA zu hindern. Er wolle so das Land vor Terroristen schützen, "bis wir verdammt noch mal wissen, was eigentlich los ist" (bento). Viele nannten den Vorschlag rassistisch – und verfassungsfeindlich.

Seit mehr als einer Woche ist Trump nun US-Präsident, und er hat sein Versprechen eingelöst. Seit Freitagabend dürfen Muslime aus mehreren Staaten nicht mehr in die USA einreisen (bento). Menschenrechtserklärung, Juristen und Betroffene nennen das Gesetz rassistisch – und verfassungsfeindlich (bento).