US-Präsident Donald Trump ist zum ersten Mal in seiner Amtszeit auf Staatsbesuch – sein erstes Ziel ist das konservative islamische Königreich Saudi-Arabien. In der Hauptstadt Riad hat er eine Rede vor dem saudischen König Salman und Vertretern vieler weiterer islamischer Staaten gehalten (bento).

Die "Rede zum Islam" klingt auf den ersten Blick ziemlich sinnvoll – bis Trump auf den Iran zu sprechen kommt.

Was an Trumps Islam-Rede gut war und was schlecht – und was wirklich hinter der Iran-Attacke steckt – erklären wir im Video. Hier kannst du dir die komplette Rede auf dem US-Dienst C-SPAN inklusive Transkript anhören, sie startet bei Minute 20.

Hintergründe zum Kommentar:
  • Der "Tagesspiegel" über die Rolle Saudi-Arabiens beim Angriff vom 11. September
  • Der "Guardian" über geleakte Depeschen, die Finanzwege zwischen den Golfstaaten und Terrorgruppen aufdecken
  • Der Thinktank "Century Foundation" zur Rolle des Iran im jemenitischen Bürgerkrieg

Generell gesagt: Sowohl Saudi-Arabien wie auch der Iran finanzieren die Konflikte in Syrien und im Jemen – und schicken zum Teil eigene Kämpfer. Aus persönlichen Interessen halten beide Regime so Kriege am Laufen, in denen Tag für Tag Menschen sterben. Die USA hat sich nun entschieden, einen dieser Staaten mit neuen Waffendeals in Höhe von 110 Milliarden Dollar weiter zu unterstützen.

Kurze Zusammenfassungen zu den Konflikten:

Der syrische Bürgerkrieg

Der Bürgerkrieg in Syrien begann im März 2011 mit friedlichen Protesten gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad. Dieser schlug die Aufstände brutal nieder, Tausende wurden in Foltergefängnisse gesperrt. 

Die "Freie Syrische Armee" (FSA) rief zum bewaffneten Kampf gegen Assad auf. Im Chaos etablierten sich bald islamistische Milizen, darunter der "Islamische Staat" (IS), der große Teile Syriens eroberte. Von der FSA blieb fast nichts übrig.

Daraufhin flog ein internationales Bündnis der USA Luftschläge gegen den IS; Russland, der Iran und die libanesische Hisbollah-Miliz unterstützen Assads Armee. Menschenrechtler schätzen, dass bislang Hunderttausende Menschen ums Leben kamen. Knapp die Hälfte der Bevölkerung ist auf der Flucht. Mehr zu Syrien auf bento.

Der jemenitische Bürgerkrieg

Der Jemen war einst zweigeteilt wie Deutschland. 1990 übernahm der Norden den sozialistischen Süden – ein Bürgerkrieg brach aus. Von der Spaltung hat sich das Land nie ganz erholt, im Arabischen Frühling 2011 kam es erneut zum Chaos.

Die neue Regierung wurde von schiitischen Huthi-Rebellen aus dem Norden des Landes vertrieben, im Osten macht sich die sunnitische Terrororganisation Al-Qaida breit. Seit März 2015 bombardiert zudem das Nachbarland Saudi-Arabien den Jemen. Laut Menschenrechtlern treffen die Bomben vor allem Zivilisten. Mehr zum Jemen auf bento.


Food

Kirmes im Mund: Es gibt jetzt Eis mit Zuckerwatte

Wolkig mit Aussicht auf Eisbällchen! Nachdem Menschen begonnen haben, alle möglichen Lebensmittel in einhornrosa zu färben oder ihre Eier in Wolkenform zu backen, kommt schon der nächste, luftige "Food Trend" um die Ecke.

Eis auf Wolke.

Oder konkreter: Eiskugeln, die mit Zuckerwatte umhüllt werden.