Bild: United Artists/Getty Images; Montage: bento
Es geht um mehr als eine Meinungsverschiedenheit.

Der Umgangston in der US-Politik wird rauer. Joe Biden, ehemaliger US-Vizepräsident unter Barack Obama, hat in einer Rede dem neuen US-Präsidenten Gewalt angedroht. Vor Studenten der Universität von Miami sagte Biden:

"Ein Mann, der am Ende unser Staatschef wurde, hat gesagt: 'Ich kann eine Frau überall anfassen und sie wird es mögen.' Wenn wir an der High School wären, würde ich ihn hinter die Turnhalle bringen und ihn grün und blau schlagen."

Biden wollte damit Donald Trumps Umgang mit Frauen kritisieren. Er bezog sich auf Trumps "Pussy grabbing"-Aussage, die im Sommer 2016 während des US-Wahlkampfs publik wurde. (Axios)

Trump sagte, er könne jeder Frau einfach so an die Vagina fassen. Ihm würde nichts passieren. Trump hatte die Aufnahmen damals als "locker room talk" abgetan. Offenbar denkt Trump, dass normale Männer in Sportumkleiden halt so reden. Biden sagte in seiner Rede: 

"Ich war mein ganzes Leben lang in vielen Umkleideräumen. Jeder Typ, der so gesprochen hat, war normalerweise der fetteste, hässlichste Mistkerl im Raum."

Nun hat Trump auf die Beleidigungen reagiert, wie gewohnt auf Twitter.

Trump schrieb:

"Der verrückte Joe Biden versucht, ein harter Kerl zu sein. Tatsächlich aber ist er sowohl geistig als auch körperlich schwach. Und trotzdem droht er mir schon zum zweiten Mal körperliche Gewalt an. Er kennt mich nicht, aber er würde kurz und schmerzlos zu Boden gehen und die ganze Zeit weinen. Drohe keinen Leuten, Joe!"

Hinter dem Streit zwischen Donald Trump und Joe Biden steckt mehr als nur eine Meinungsverschiedenheit.

Biden hat kürzlich einen Reformplan für die USA vorgestellt. Titel: "A Plan to Put Work – and Workers – First". Das Motto ist ein Angriff auf Trumps Slogan "America First". Man kann es als Anzeichen dafür interpretieren, dass Biden sich schon für den Wahlkampf 2020 warm läuft. Dann könnte er möglicherweise für die Demokraten gegen Trump antreten.

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