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Brillante Idee.

Was ist passiert?

Donald Trump hat seinen Wahlkampfslogan für die US-Wahl 2020 verraten: "Keep America Great!" So will der amtierende Präsident die Wiederwahl sichern. Das sagte er bei einem Auftritt vor Anhängern in Pennsylvania.

Bisher lautete der Slogan "Make America Great Again". Den kann Trump nun aber nicht mehr benutzen, sonst müsste er spätestens 2020 eingestehen, dass er die USA gar nicht zu einem so großartigen Land gemacht hat.

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Oder wie Trump es ausdrückt: Er könne sein bisheriges Motto "Make America Great Again" künftig nicht mehr beibehalten, denn dieses Ziel habe er bereits erreicht.

Die Idee scheint Trump schon im Januar 2017 gekommen zu sein, kurz nach seinem Wahlsieg über Hillary Clinton. Mitten in einem Interview mit der Washington Post rief Trump plötzlich seinen Anwalt herbei. Er war ganz offensichtlich auf die brillante Idee mit dem Slogan für 2020 gekommen und bat seinen Anwalt, ihn direkt markenrechtlich schützen zu lassen.

Warum ist das wichtig?

Trumps Rede in Pennsylvania war die aggressivste seit Langem. Er machte Wahlkampf für Rick Saccone, der dort am Dienstag zur Wahl steht. 

Zuletzt war Trump im Weißen Haus immer einsamer geworden. Fast alle engen Berater, mit denen er sich seit dem Wahlkampf umgeben hatte, sind nicht mehr da. Zuletzt trat auch Trumps Vertraute, Kommunikationschefin Hope Hicks, zurück.

Die zunehmende Einsamkeit, so analysieren Beobachter, könnte ein Grund für Trumps Entscheidung sein, einen Handelskrieg mit Europa zu riskieren und Strafzölle einzuführen – unter anderem auf Aluminium und Stahl.

In den nächsten Monaten stehen für Trump viele weitere Wahlkampfauftritte auf dem Programm. Er will Werbung machen für republikanische Kandidaten, die heiße Phase beginnt Anfang Mai (The Hill). Ganz nebenbei könnten sie auch Trumps Laune bessern. Schließlich fühlt der Präsident sich wohl nirgendwo so wohl, wie auf einer Bühne, umgeben von Fans, die ihm zujubeln.

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Was hat Trump noch gesagt?

Worauf man sich bei den anstehenden Wahlkampfauftritten auch einstellen kann: neue skandalöse Aussagen und Drohungen. Zum Beispiel zum drohenden Handelskrieg mit Europa. Schließlich braucht Trump Aufmerksamkeit und dazu muss er provozieren. In Pennsylvania legte Trump in der Sache nach und sagte:

Wir werden Mercedes Benz mit Zöllen belegen, wir werden BMW mit Zöllen belegen.
Donald Trump

Die EU hat bereits angekündigt, ihrerseits Strafzölle für einige amerikanische Produkte einführen zu wollen – darunter sind unter anderem Bourbon-Whiskey, Harley-Davidson-Motorräder und Levi's Jeans.

Trump scheint das nicht zu stören, er erhöht den Einsatz immer weiter. Tatsächlich hatte er schon 1990 angekündigt, er werde, falls er einmal US-Präsident sein sollte, "eine Steuer auf jeden Mercedes Benz packen, der in dieses Land rollt".

Experten warnen davor, dass Trump mit seinen Strafzöllen auf Produkte aus dem Ausland auch die eigene Wirtschaft treffen könnte. 

Bei seinem Auftritt in Pennsylvania – einer der Stahlhochburgen der USA – versprach Trump trotzdem: "Euer Stahl wird zurückkommen. Es wird alles zurückkommen!"


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