Die Waffenlobby – das ist für viele Amerikaner in diesen Tagen der Hort des Bösen, insbesondere seit an einer High-School in Florida ein 19-Jähriger 17 Menschen mit einer halbautomatischen Waffe erschossen hat. (bento)

Schließlich sorgt die amerikanische Lobby-Organisation National Rifle Association (NRA) mit ihren Spenden an Politiker dafür, dass keine strengeren Waffengesetze beschlossen werden. Obwohl eine Mehrheit der Amerikaner sich das wünscht.

Donald Trump hingegen sieht das ein bisschen anders. Für ihn sind die Leute bei der NRA "great people". "Sie lieben unser Land und werden das Richtige tun." Das twitterte der amerikansiche Präsident am Donnerstagnachmittag deutscher Zeit:

In seinem Tweet erwähnte Trump den Vizepräsidenten Wayne LaPierre und Chris Cox, einen weiteren Mitarbeiter der Lobbyorganisation. Auch Donald Trump selbst hat übrigens Geld von der amerikanischen Waffenlobby bekommen – rund 30 Millionen Dollar. (The Guardian)

Warum ist das wichtig?

Trump stellt sich mit seinen Äußerungen explizit auf die Seite der Waffenlobby. Nach dem Massaker an der Douglas High School in Parkland, Florida, drängen derzeit Schüler auf eine Verschärfung des Waffenrechts. Sie demonstrieren, konfrontieren Politiker mit ihren Forderungen und planen einen großen Marsch in Washington.

US-Präsident Trump hält davon allerdings wenig. 

Sein Vorschlag: Lehrer an Schulen könnten künftig selbst Waffen tragen (bento). Wenn ein potenzieller Täter wisse, dass es an einer Schule eine große Anzahl von Lehrern gebe, die mit Waffen vertraut seien und sofort schießen würden, würde er die Schule niemals angreifen, twitterte er am Donnerstag: "Feiglinge werden nicht dorthin gehen... Problem gelöst."

Die Schüler werden das anders sehen. Sie würden gerne mit dem Gefühl zur Schule gehen, dass nicht jeden Moment ein Amokläufer mit einer halbautomatischen Waffe durch die Tür kommen kann.

Schon bei seinem Treffen mit Überlebenden des Parkland-Amoklaufes hatte sich Trump nur mit großer Mühe emphatisch gezeigt: Bei dem Gespräch hatte er einen Spickzettel dabei, der abfotografiert wurde und seitdem im Netz diskutiert wird. Als letzter Punkt war darauf aufgelistet: "Ich verstehe euch."

Hier kannst du mehr zu Trumps Tagen im Amt nachlesen:

1/12

Today

Die Tafel in Essen nimmt keine Ausländer mehr auf
Was hinter der Regel steckt – und wie andere Tafeln reagieren.

Die Essener Tafel will zurzeit nur noch Deutsche aufnehmen – denn der Anteil nicht-deutscher Kunden liegt mittlerweile bei 75 Prozent. Die Regel soll vorübergehend greifen.

Die Tafel Essen hat rund 6000 Nutzer, etwa 4500 davon sind Flüchtlinge und Zuwanderer.

Besonders ältere Tafel-Nutzerinnen und alleinerziehende Mütter hätten sich von der Vielzahl junger, fremdsprachiger Männer abgeschreckt gefühlt, sagte der Vereinsvorsitzende Jörg Sartor der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".