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Der neue Präsident der Vereinigten Staaten ist vor allem für eins bekannt: Donald Trump hetzt gegen Ausländer und äußert sich extrem herablassend über Minderheiten. "Faulheit ist eine Eigenschaft der Schwarzen", sagte er während des Wahlkampfes. An der Grenze zu Mexiko wolle er eine Mauer bauen.

Und Muslime, sagte er bereits im vergangenen Dezember, sollten seiner Ansicht nach gar nicht mehr in die USA einreisen dürfen. Jedenfalls so lange nicht, bis klar sei, "was vor sich geht". Laut einer YouGov-Umfrage stimmte ihm noch im Mai jeder zweite US-Bürger zu.

Am Donnerstag nach der Wahl ist die Forderung plötzlich von seiner Kampagnenseite verschwunden – der alte Link leitet jetzt auf eine Dankeschön-Seite um. In seinen Punkten zur Einwanderung bleibt nur der Mauerplan bestehen.

Immer wieder unterstellt Trump Menschen muslimischen Glaubens pauschal, sie seien gefährlich. Auf Twitter äußern vor allem Muslima jetzt ihre Sorge über die bevorstehende Präsidentschaft.

Eine Studie der Georgetown University zeigt: Bereits im Wahlkampf häuften sich Angriffe auf US-Muslime parallel zur schärfer werdenden Rhetorik von Trump. Jetzt, am "Tag 1" nach der Wahl, sammeln Nutzer auf Twitter bereits Anekdoten von ersten Übergriffen oder Drohungen. Häufig sind es Kopftuch tragende Frauen, die von Männern angemacht werden:

Ich trage ein Kopftuch. Am Bahnsteig lief jemand vorbei und er sagte: "Deine Zeit ist vorbei, Mädel!"

Es sind keine 24 Stunden. Vor meiner Freundin, einer Muslima, hat ein Trump-Anhänger ein Messer in einem Uni-Bus gezogen.

Vor dem Gebetsraum der muslimischen Studenten an der New York University. Keine 24 Stunden nach der Wahlnacht.

Viele sind einfach nur bestürzt:

Mein Glaube an die Menschheit ist weg

Andere befürchten, sie müssten ihr Kopftuch ablegen, sobald Trump im Januar sein Amt antritt:

Wenn ihr euch beim Tragen eures Kopftuches nicht sicher fühlt, geht nur mit einem Freund raus oder ruft jemanden an, geht nicht allein raus.

Die Tatsache, dass muslimische Frauen sich jetzt überlegen müssen, ob sie das Kopftuch zur eigenen Sicherheit ablegen sollten, ist extrem beängstigend.

Jeden Morgen auf dem Weg zur Schule habe ich dieses hübsche Mädchen gesehen. Heute trägt sie nicht wie sonst ihr Kopftuch. Könnt ihr euch das vorstellen.

Die meisten haben ihre Sorgen schon mit ihrer Familie besprochen:

Meine Mutter hat mir gerade wirklich geschrieben, dass ich kein Kopftuch mehr tragen soll, und sie ist der religiöseste Mensch der Familie...

Sie ermutigen sich gegenseitig:

Ich werde muslimisch sein und stolz darauf. Trump und weiße Überlegenheit sind nicht mein Gott.

Ich bin so stolz darauf, eine schwarze amerikanische Muslima sein. Wegen Donald Trump werde ich niemals etwas an mir hassen. Niemals.

Einige wenige stehen auch auf der anderen Seite – sie freuen sich, dass Trump die Wahl gewonnen hat:

Ich bin afrikanisch, muslimisch und eine Frau. Und trotzdem TRUMP > Hillary

Auch Trump-Gegner zeigen sich gewaltbereit.


Tech

Neue Funktionen: Wie sich Instagram Stories jetzt verändert

Vor Kurzem war es noch frech von Instagram, mit der "Stories"-Funktion ziemlich genau Snapchat zu kopieren. Ein bisschen erbost waren wir und wunderten uns – darüber, dass eine App einfach so die andere nachmacht. Jetzt gibt es das erste große Update für Instagram-Stories:

  • Nutzer lassen sich vertaggen.
  • Verifizierter Nutzer können Links auf Webseiten in Stories einbauen.
  • Boomerang funktioniert auch in Stories.