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Die Aussage zu ihrer Flüchtlingspolitik dürfte der Kanzlerin nicht gefallen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat im Sommer 2015 entschieden, Hunderttausenden Flüchtlingen die Einreise nach Deutschland zu ermöglichen. Angeblich soll sie das nun angeblich bereuen. Das hat zumindest US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat mit dem australischen Premierminister Malcolm Turnbull gesagt.

Über die geleakten Mitschriften der Telefonate hatte die "Washington Post" berichtet. Trumps Einschätzung muss nicht zwingend stimmen. Es wäre nicht das erste Mal, dass Trump lügt oder nicht wirklich gut informiert ist.

Was hat Trump genau gesagt?

Die "Washington Post" hat Mitschriften von zwei Trump-Telefonaten veröffentlicht, eines führte er mit Turnbull, ein anderes mit dem mexikanischen Präsidenten Enrique Peña Nieto. Die Dokumente lassen Rückschlüsse darauf zu, wie Trump tickt – und mit anderen Politikern umgeht, wenn keine Kameras laufen.

Mit Turnbull sprach Trump über Flüchtlinge. Der australische Premierminister erklärt Trump die strenge Flüchtlingspolitik seines Landes. Dann spricht sich Trump für ähnlich restriktive Maßnahmen aus und begründet das:

"Weil du dein Land nicht zerstören willst. Schau, was in Deutschland passiert ist. Schau, was in diesen Ländern passiert. Diese Leute waren verrückt, das geschehen zu lassen. Ich habe heute mit Merkel gesprochen, und glaub mir, sie wünscht sich, sie hätte es nicht getan. Deutschland ist am Ende, weil das passiert ist."

Gemeint hat Trump offensichtlich die Aufnahme Hunderttausender Flüchtlinge in Deutschland. Diese hatte er zuvor schon kritisiert.

Stimmt das?

Es ist zumindest theoretisch möglich. Laut "Washington Post" wurde das Telefonat Trump-Turnbull am 28. Januar 2017 geführt. Am gleichen Tag hat er auch mit Merkel telefoniert (tagesschau.de).

Aber: Merkel steht bislang öffentlich zu ihrer Entscheidung, die Grenzen nicht geschlossen zu haben, als im Sommer 2015 viele Flüchtlinge über die Balkan-Route nach Deutschland kamen. Im vergangenen Sommer bekräftigte sie zuletzt ihren "Wir schaffen das"-Appell (bento). Merkels Linie: Wenn sie könnte, würde sie die "Zeit zurückdrehen", um ihre Entscheidung den Bürgern besser zu erklären. 

Trumps Aussage bleibt also zunächst nur eine Behauptung ohne Belege – wie so häufig bei Trump. Merkel hat sich bislang nicht erneut zu ihrer Haltung geäußert.


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