Bild: Project Trumpmore
Manche Leute glauben's erst, wenn sie es sehen.

Eine Gruppe finnischer Aktivisten sammelt nach eigenen Angaben Geld, um das Gesicht von Donald Trump in einen Eisberg in der Arktis zu hauen.

Der Gedanke dahinter: So wollen sie auch dem amerikanischen Präsidenten zeigen, dass sich die Erde erwärmt und das unschöne Folgen haben kann.

Der Plan spielt außerdem auf Mount Rushmore an. In den Berg sind die Gesichter vier symbolträchtiger US-Präsidenten gehauen. Trump hatte bei einem Auftritt in Ohio über die Möglichkeit gesprochen, sein Gesicht auch eines Tages hinzufügen zu lassen. Die Gruppe spricht deshalb vom "Project Trumpmore". (The Hill)

Nicolas Prieto, Chairman der finnischen Aktivistengruppe mit dem Namen Melting Ice wird auf der Website der Gruppe so zitiert:

"Es gibt immer noch Menschen, die darüber grübeln, ob das ein echtes Problem ist. Wir wollen das Monument bauen, um zu sehen, wie lange die Skulptur überdauert, bis sie schmilzt. Oft glauben Menschen Dinge erst, wenn sie sie mit eigenen Augen sehen."

Drei Männer aus der Kreativbranche sollen laut dem Statement hinter dem Plan stecken. Falls die benötigten 400.000 Euro zusammenkommen, wollen sie die Errichtung der Skulptur live streamen.

Ob die Männer das Projekt wirklich durchziehen, ist natürlich unklar. Ein guter Marketinggag ist die Idee auf jeden Fall. 

Bislang bezeichnet Trump den Klimawandel immer wieder als Hirngespinst – und verwechselt das Wetter mit dem Klima. Zudem sind die USA aus dem Pariser Klimavertrag ausgestiegen.

Vielleicht macht die Vorstellung eines schmelzenden Trump-Gesichts allein dem Präsidenten ja genug Angst, um ihn zu überzeugen.


Gerechtigkeit

Böhmermanns neue "Love-Armee" gegen Rechts hat schon jetzt mehr Mitglieder als die AfD
Mal aus Versehen eine Bürgerrechtsbewegung gründen.

Wenn Jan Böhmermann irgendwo auf einem Bildschirm erscheint, ist ihm ein großes Publikum fast sicher. Ob Verafake, Rap-Videos als Polizistensohn oder Streit mit dem türkischen Staatspräsidenten: Böhmermann liefert. Sein neuester Öffentlichkeitsstunt klingt kaum weniger spektakulär: Eine "Bürgerrechtsbewegung" mit 44.000 Mitgliedern. 

Versehentlich, wie Böhmermann sagt.

Auf der Digitalkonferenz re:publica in Berlin konnte er damit problemlos die größte Halle an ihre Kapazitätsgrenzen bringen – auch wenn er nur per Skype in den leicht nach Kaffee und Schweiß riechenden Saal zugeschaltet war. Minutenlang leuchteten Handydisplays in der dunklen Konferenzhalle, während der Moderator auf einer gigantischen Leinwand seine neue Bewegung vorstellte.