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US-Präsident Donald Trump hat seinen Außenminister gefeuert – kurz vor wichtigen Verhandlungen mit Nordkorea. 

Rex Tillerson soll künftig nicht mehr der US-Regierung angehören, den Posten als Außenminister bekommt der CIA-Direktor Mike Pompeo. Das meldete die "Washington Post" am Dienstag unter Berufung auf Mitarbeiter des Weißen Hauses.

Tillerson und Trump waren bereits länger zerstritten.

Tillerson wollte Kompromisse erarbeiten, Trump hingegen setzt oft lieber auf Konfrontation. Außerdem hatte Tillerson vor seiner Ernennung gar kein Erfahrungen als Diplomat, er war Chef einer Ölfirma. Entsprechend wurde der Außenminister bereits mehrfach von Trump bei Verhandlungen und Treffen bloßgestellt – umgekehrt hatte auch Tillerson den US-Präsidenten einen "Deppen" genannt (FAZ).

Mit der Entlassung war schon länger gerechnet worden. Im Herbst vergangenen Jahres wurden erstmals Gerüchte laut, dass CIA-Chef Pompeo neuer Außenminister werden soll (bento). Das Weiße Haus bestritt das damals.

Nun bestätigte Trump die Pläne doch:

Auf Twitter nannte er Pompeo als neuen Außenminister, Gina Haspel solle neue CIA-Chefin werden, sie ist die erste Frau auf dem Posten. Die Geheimdienstlerin war bereits seit mehr als einem Jahr stellvertretende CIA-Chefin.

Warum ist das wichtig?

Tillerson und Trump stritten vor allem über den Umgang mit Nordkorea: Tillerson hatte sich für Verhandlungen mit der nordkoreanischen Regierung eingesetzt, Trump wollte das nicht. Nun hat Nordkorea selbst vor wenigen Tagen Gespräche angeboten. Die USA sind auf die Treffen im Mai nicht gut vorbereitet. (Vox)

Auch der Name Pompeo ist ein Signal: Der ehemalige CIA-Chef gilt als wichtiger Vertrauter Trumps und Anhänger der konservativen Tea Party. Er setzt sich für einen Überwachungsstaat ein. (Die Zeit)

Ausgerechnet diesen Geheimdienstler nun zum Außenminister zu machen, zeigt die Richtung, die Trump offenbar vermehrt einschlagen möchte.

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Ich habe "Late Night Berlin" gesehen – und in einer Stunde genau dreimal gelacht
"Irgendwann wird sich ein natürliches Late-Night-Gefühl einstellen."

Klaas Heufer-Umlauf hat eine neue Show auf Pro7: "Late Night Berlin". Am Montagabend lief die erste Sendung und die Meinungen sind eher so naja. "Noch hühnerbrüstig" schreibt SPIEGEL ONLINE, "das Schmidt-Raab-Kostüm passt Heufer-Umlauf noch nicht", meckert die "Welt". Und die drüben bei Twitter sind sich einig: Das war nix. 

Ich habe "Late Night Berlin" am Montagabend gesehen. Und ja, es stimmt leider: Klaas, du könntest besser sein. 

Die Gags zum Einstieg? Flach und nicht lustig. Die Selbstironie zum Thema Late Night Show? Mittelmäßig lustig. Die News? Gar nicht lustig. Klaas, du warst angespannt und unfrei, der Anzug saß nicht gut.