Bild: CBS
Es ist halt nicht so klug, sich mit einem FBI-Agenten anzulegen.

US-Präsident Donald Trump ist in Game-Show-Laune. Erst vergangene Woche hatte er seinen Außenminister Rex Tillerson gefeuert (bento), nun musste auch der stellvertretende FBI-Vizedirektor Andrew McCabe gehen. 

Trump feuerte ihn, zwei Tage bevor McCabe sowieso in den geplanten Ruhestand verabschiedet worden wäre. Der Rauswurf wurde – standesgemäß – auf Twitter bekannt gegeben:

Trump schrieb: 

"Andrew McCabe GEFEUERT, ein großartiger Tag für die hart arbeitenden Männer und Frauen des FBI – ein großartiger Tag für die Demokratie. Der scheinheilige James Comey war sein Boss und ließ McCabe wie einen Chorknaben aussehen. Er wusste alles über die Lügen und Korruption auf höchster Ebene beim FBI."

Die Aktion dürfte allerdings noch ein Nachspiel haben – denn McCabe kündigte nun an, belastendes Material gegen Trump in der Hand zu haben.

McCabe soll laut Insiderberichten ein Memo besitzen, das Trump mit der Russlandaffäre in Verbindung bringt (Axios). Das FBI ermittelt seit längerem, inwiefern Russland Einfluss auf die US-Wahl im November 2016 genommen hatte. 

Warum ist das wichtig?

Einige Vertraute von Trump, darunter dessen früherer Wahlkampfmanager, sind in Absprachen verwickelt (bento). Trump selbst konnte bislang nichts nachgewiesen werden, er streitet ab, Wahlkampf mit russischer Hilfe betrieben zu haben.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Trump den damaligen FBI-Chef James Comey gefeuert. Comey hatte Trump mehrfach vorgeworfen, sich in die Russland-Ermittlungen des FBI einzumischen. 

  • Mittlerweile ist der Sonderermittler Robert Mueller beauftragt, die Untersuchungen weiterzuführen.

Wie geht es weiter?

Der gefeuerte McCabe hat sein Memo mit den angeblichen Beweisen gegen Trump an den Sonderermittler Mueller übergeben. Was im Memo steht, ist unklar

Es dürfte allerdings vor allem um das Verhältnis zwischen Trump und dem früheren FBI-Chef Comey gehen. Wenn Trump nachgewiesen werden kann, dass er Ermittlungen bewusst manipulieren wollte, wäre das ein Grund für ein Amtsenthebungsverfahren.

Comey hatte sich nun ebenfalls auf Twitter eingemischt. Und mit neuen Enthüllungen gedroht:

"Herr Präsident, das amerikanische Volk wird meine Geschichte sehr bald hören. Dann kann es selbst entscheiden, wer ehrenhaft ist und wer nicht."

Trump selbst bezeichnet die Ermittlungen als "Hexenjagd", die von seiner Arbeit ablenken sollen. Über seinen Anwalt forderte er das Justizministerium auf, die Russland-Ermittlungen einzustellen. Der Grund: Die Untersuchungen seien von Anfang an ein großer Fehler und "korrumpiert durch politische Vorurteile" gewesen. 

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