Und Trump erwägt ein neues Einreiseverbot.

Wieder Ärger für Muslime?

(Bild: Getty Images)
  • Das sagte er Reportern. Es sei möglich, eine "brandneue" Anordnung auszustellen, er wolle damit aber damit mindestens noch ein paar Tage warten.
We also have a lot of other options, including just filing a brand-new order.
Donald Trump
  • Zuvor hatte es ein Berufungsgericht abgelehnt, Trumps umstrittenes Einreiseverbot wieder in Kraft zu setzen. Das Dekret verbietet Staatsbürgern von sieben mehrheitlich muslimisch geprägten Ländern die Einreise in die USA.
  • Menschen aus den betroffenen Staaten können also weiterhin in die USA einreisen. Die US-Regierung hat nun die Möglichkeit, in dem Fall den Supreme Court anzurufen. Das ist das oberste Gericht der USA. (Mehr dazu liest du in der Washington Post.)

Razzien in vielen US-Staaten

  • Donald Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, drei Millionen angeblich kriminelle Einwanderer deportieren zu wollen. Nun hat er damit begonnen, sein Versprechen einzulösen.
  • Offiziell richteten die Razzien sich gegen kriminelle Einwanderer ohne Aufenthaltserlaubnis. Laut Washington Post haben die Behörden aber auch Menschen ohne Vorstrafen festgenommen.
Das ist die erste Attacke der Trump-Regierung und es wird nicht die letzte sein.
Cristina Jimenez, Chefin einer Jugendorganisation für Einwanderer
  • Auch in Obamas Zeit als US-Präsident hat es solche Razzien gegeben, dabei seien allerdings nie Menschen ohne Vorstrafen festgesetzt worden, berichtet die Washington Post.
  • Schätzungsweise 11 Millionen Menschen leben illegal in den USA, weil sie keine gültigen Papiere besitzen.

Guadalupe García de Rayos

  • Die US-Behörden hatten die Mexikanerin am Mittwoch festgenommen. Die 35-Jährige lebte seit 21 Jahren illegal in den USA. 2008 hatten Polizisten sie aufgegriffen, weil sie bei einer Kontrolle keine gültigen Papiere vorzeigen konnte. Ihr zwei Kinder sind amerikanische Staatsbürger, sie wurden in den USA geboren.
  • Unter Obama galt die Devise: In solchen Fällen sollten Familien nicht unnötig auseinandergerissen werden, stattdessen konzentrierten sich die Behörden auf gefährliche Kriminelle. Deswegen durfte García de Rayos bleiben.
  • Seit Trump gilt das nicht mehr. Seine Begründung: Er wolle die USA vor "bad dudes" und "kriminellen Ausländern" schützen. Offensichtlich fällt auch eine zweifache Mutter in diese Kategorie. Solche Meldungen machen vielen illegalen Einwanderern in den USA Angst, berichtet die New York Times.
  • Am Donnerstag wurde Guadalupe García de Rayos nach Mexiko abgeschoben. In mehreren US-Städten protestierten Menschen dagegen. In Phoenix nahm die Polizei bei den Demonstrationen sieben Menschen fest. (Mehr zu dem Fall liest du im Deutschlandfunk und in der New York Times.)
  • Hier kannst du sehen, was García de Rayos Tochter zu der Entscheidung sagt:

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