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Ein Verbündeter der Kohleindustrie wird oberster Umweltschützer.

Was hat Donald Trump vor? So genau weiß das noch niemand. Einerseits leugnet er den Klimawandel, dann zweifelt er öffentlich an seiner Haltung und trifft sich mit Klimaschützer Leonardo DiCaprio (bento). Wie Trumps Politik wahrscheinlich aussehen wird, zeigt sich am ehesten an seiner Regierungsmannschaft.

Seit Donnerstag hat Donald Trump drei neue Kabinettsmitglieder ernannt:

1. Der reiche Chef der Burgerkette CKE Restaurants soll neuer Arbeitsminister werden.

(Bild: Getty Images/Drew Angerer)

Andrew Puzder ist gegen die gesetzliche Gesundheitsversorgung Obamacare und auch gegen eine Erhöhung des Mindestlohns. Die würde zu viele Jobs kosten, meint Puzder.

Trump berief Puzder nach eigenen Angaben in sein Kabinett, weil er Tausende Arbeitsplätze geschaffen habe. Deswegen sei er der ideale Kandidat, hieß es in einer Mitteilung Trumps. Tatsächlich aber hatte Puzders in der Vergangenheit selbst bereits Probleme mit dem Arbeitsrecht.

Die amerikanische Aufsichtsbehörde stellte bei seinen Unternehmen in 60 Prozent der überprüften Fälle Verstöße gegen das Arbeitsrecht fest. Die Mitarbeiter der Burgerläden bekamen weniger als den Mindestlohn oder mussten unbezahlte Überstunden machen (New York Times). In einem Interview mit Business Insider sagte er im März:

"Maschinen sind immer höflich, sie verkaufen zusätzlich, nehmen nie Urlaub, sind nie zu spät, sie haben keine Arbeitsunfälle, mit ihnen gibt es auch keine Klagen wegen Diskriminierung."

2. Ein Verbündeter der Öl- und Kohleindustrie wird Chef der Umweltschutzagentur EPA.

(Bild: Spencer Platt/Getty Images)

Scott Pruitt kämpfte als Chefankläger des Bundesstaates Oklahoma gegen Obamas "Clean Power Plan". Damit wollte Obama für sauberere Kraftwerke sorgen. Pruitt bezeichnete den Plan hingegen als "Krieg gegen die Kohle", in einem Artikel für National Review outete er sich als Klimawandel-Skeptiker (Trump ist sich noch nicht sicher, ob es den Klimawandel gibt. Die große Mehrheit aller kompetenten Wissenschaftler hingegen schon.)

Aus Trumps Sicht ist die Ernennung sinnvoll. Er will die EPA eigentlich ganz abschaffen. So einfach geht das aber nicht. Deshalb hat er nun offenbar Pruitt berufen. Er könnte die Behörde bremsen und von innen heraus schwächen. (Zeit Online)

3. Die frühere Chefin der Wrestlingfirma WWE wird neue Mittelstands-Beauftragte.

(Bild: Getty Images/Darren McCollester)

Linda McMahon hat Donald Trumps Wahlkampf unterstützt. Sie spendete ingesamt sechs Millionen US-Dollar an eine seiner Unterstützergruppen und fünf Millionen Dollar an die Trump Foundation. Entlohnt wird die Milliardärin jetzt mit einem Posten im Kabinett. Trump und McMahon kennen sich schon lange. Ihr Ehemann Vince Mc Mahon und Trump pflegten lange Zeit eine öffentliche Feindschaft – um die Fehde dann in von zwei Wrestlern entscheiden zu lassen. Natürlich in einem öffentlichen Spektakel. Gewinner Trump rasierte Vince Mc Mahon anschließend die Haare ab.

Wenn die amerikanischen Arbeiter, die überdurchschnittlich häufig Trump gewählt haben, auf faire Arbeitsbedingungen hoffen, sollten sie wahrscheinlich nicht auf Linda McMahon setzen. Als WWE-Chefin ließ sie die Wrestler freiberuflich arbeiten und sparte sich so Leistungen wie Kranken- oder Arbeitslosenversicherung. Gerade weniger bekannte Wrestler sind häufig von Altersarmut bedroht. (Süddeutsche Zeitung)


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