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US-Präsident Donald Trump hat Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt – und will die US-Botschaft dorthin verlegen (bento). Die Entscheidung hatte im Nahen Osten zu Protesten geführt, auch in Deutschland gingen vor allem arabischstämmige Demonstranten auf die Straße. Auf den Demos waren auch antijüdische Parolen zu hören (bento).

Nun wollen auch die Vereinten Nationen (Uno) über die umstrittene Jerusalem-Entscheidung abstimmen. Am Donnerstag sollen die Staaten der Welt bei einer Vollversammlung entscheiden, ob Trumps Handlung offiziell kritisiert wird.

Trump macht nun vor der Abstimmung Druck: Länder, die gegen ihn stimmen, sollen keine Hilfszahlungen mehr von den USA erhalten.

Man beobachte die Abstimmung genau, erklärte Trump am Mittwoch im Weißen Haus (SPIEGEL ONLINE). Wer dafür stimme, sei undankbar gegenüber den USA: 

"Sie nehmen Millionen von Dollar, sogar Milliarden von Dollar, und dann stimmen sie gegen uns. Nun, wir beobachten diese Abstimmungen. Sollen sie gegen uns stimmen. Dann sparen wir eine Menge. Es ist uns egal."

Trump war nicht der Einzige, der gedroht hat. Auch die Uno-Botschafterin der USA, Nikki Haley, warnte die 193 Mitgliedsstaaten. Trump werde die Abstimmung "persönlich" nehmen und sich notieren, wer gegen die USA stimmt.

In der Uno-Vollversammlung haben alle 193 Staaten eine Stimme. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Resolution angenommen wird – und die USA für ihre Jerusalem-Entscheidung kritisiert werden. 

Danach passiert allerdings: nichts. Die Resolution ist nicht völkerrechtlich bindend. Es bleibt ein diplomatischer Fingerzeig.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu steht im Konflikt natürlich auf Trumps Seite. "Jerusalem ist unsere Hauptstadt, ob die UNO dies nun anerkennt oder nicht", erklärte Netanjahu am Donnerstag. Die Vereinten Nationen bezeichnete er als ein "Haus der Lügen". (Die Zeit)

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Frau regt sich über "Halal"-Aufkleber bei Maggi auf, macht sich lächerlich

Manche Menschen fürchten die Islamisierung des Abendlandes. Doch weil Deutschland einfach nicht islamisiert wird, muss herhalten, was halt gerade da ist. Würzsauce von Maggi zum Beispiel.

Die Flasche hat bereits seit längerem ein kleines "Halal"-Symbol auf dem Etikett. Im Islam sind Muslimen manche Speisen verboten, das Wort "halal" – "erlaubt" – kennzeichnet, welches Essen okay ist. Im Jüdischen gibt es ähnliche Regeln, dort sind gute Speisen "koscher".

Einer Facebook-Nutzerin gefällt das nicht – nun ruft sie zum "Widerstand" auf.