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Donald Trump ist seit 100 Tagen US-Präsident – und seine Arbeit spaltet die USA. Vor allem viele Frauen engagieren sich gegen "Grab them by the pussy"-Trump – sie organisieren Demonstrationen, kämpfen für Gerechtigkeit, halten mutige Reden. 

Hier sind 5 Frauen, die besonders positiv aufgefallen sind. (Und eine 1/2)
1. Sally Yates
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Sally Yates sollte keine große Rolle spielen – eigentlich sollte sie gar keine Rolle spielen. Die Juristin war als geschäftsführende Generalstaatsanwältin und Justizministerin eingesetzt. Die neue Regierung hatte sie gebeten, das Amt so lange zu übernehmen, bis der eigentliche Nachfolger Jeff Sessions vom Senat bestätigt wird. 

Doch Yates nahm ihre Rolle ernst – und bot Trump die Stirn. Sie hatte das Justizminsiterium angewiesen, Trumps Einreiseverbot für Flüchtlinge (den sogenannten "Muslim Ban") nicht zu verteidigen. "Ich bin dafür verantwortlich, dass unsere Positionen vor Gericht immer im Einklang mit dem Recht sind", begründete Yates schlicht ihr Kontra gegen Trump.

Trump wütete, sie habe "das Justizministerium verraten" und feuerte Yates nach nur elf Tagen. Genützt hat es nichts: Bis heute ist der Muslim Ban nicht umgesetzt, die US-Richter bleiben Yates Haltung treu. (CNN)

2. Teresa Shook

Manchmal willst du nur ein kleines Zeichen setzen und dann entsteht daraus eine ganze Bewegung. So ging es Teresa Schook. Die pensionierte Anwältin aus Hawaii setzte sich am Abend nach der Wahl von Trump zum Präsidenten an ihren Computer und erstellte eine Veranstaltung bei Facebook: "Ich glaube, wir sollten demonstrieren." 

Erst lud sie nur 40 Freundinnen ein und ging schlafen. Am nächsten Morgen waren es 10.000 Menschen.

Auch in New York tut sich an diesem Tag etwas. Modedesignerin Bob Bland ruft ebenfalls zu Demos auf, bei ihr sagen 3.000 zu. Die beiden Frauen tun sich zusammen – und initiieren den "Women’s March on Washington". Und dabei soll es nicht bleiben. Auf der ganzen Welt treffen sich Frauen und auch Männer zu Solidaritätsveranstaltungen (Washington Post/ taz)

3. Samantha Bee
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Seit Trump hat die Komik Konjunktur – und eine Komikerin wie Samantha Bee ständig neues Material für ihre Witze. Normalerweise. Gegen Trump initiierte sie etwas, was ziemlich ernst gemeint ist: Das "White House Correspondents' Dinner"

Bei dem Ereignis kommen seit beinahe 100 Jahren traditionell der US-Präsident und Journalisten zusammen. Das Dinner dient dazu, den Austausch zwischen Medien und Regierung zu fördern. Für Trump ist die Presse der Feind. Das Dinner hat er daher abgesagt (bento). 

Bee wollte das nicht hinnehmen. Sie hat einfach ein eigenes Correspondents' Dinner organisiert – es findet am Samstag zum 100-Tage-Datum von Trumps Amtszeit statt. Wladimir Putin sei eingeladen, witzelte sie im Vorfeld ("Washington Post"). Denn das ist eigentliche Hintergrund bei dem Event: Es geht darum, Witze über den US-Präsidenten zu reißen. 

4. Elizabeth Warren
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Die Senatorin und Juristin gehört zu den härtesten Trump-Kritikern in den USA. Dem US-Präsidenten gibt sie oft wie möglich Kante (warren.gov). Als an mehreren US-Flughäfen Muslime an der Einreise gehindert wurden, demonstrierte Warren gemeinsam mit Aktivisten am Flughafen von Boston. 

Der Bann sei gegen die Verfassung und illegal, "wir werden keine Kinder und Familien wegschicken", stimmt sie einen Chor an:

Auch im Senat bleibt sie unbequem. Bei einer Sitzung laß die Demokratin einen dreißig Jahre alten Brief der Witwe des Bürgerrechtlers Martin Luther King vor – und wurde schließlich schorff unterbrochen. 

Für sie nur ein Grund, weiterzuamchen: "Wir werden nicht still sein oder uns tot stellen!" ("Frankfurter Allgemeine Zeitung")

5. Meryl Streep

Die Hollywood-Schauspielerin hat Donald Trump nicht nur einmal ihre Meinung gesagt. Manchmal schaffte sie es auch, ohne seinen Namen überhaupt zu nennen. Gern gesehen wird immer ihr Auftritt bei den Golden Globes sein, als sie für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde. 

Damals sagte sie: "Respektlosigkeit animiert zu Respektlosigkeit, Gewalt zu Gewalt. Wenn die Mächtigen ihre Kraft nutzen, um andere zu schikanieren, verlieren wir alle." (bento)

Und eine 1/2: Leslie Knope
(Bild: NBC)

Leslie Knope arbeitet für das US-Innenministerium in Pawnee, Indiana und ist ein Vorbild in Sachen Emanzipation. Und sie ist eigentlich keine echte Person: Leslie ist der Hauptcharakter der Comedy-Serie "Parks and Recreation". Gespielt wird sie von Amy Poehler.

Trotzdem mischt sich Leslie ins Zeitgeschehen ein. Beim US-Medium "Vox" hat sie einen offenen Brief geschrieben, der Frauen auch im Zeitalter von Trump ermutigen soll. Sie schreibt:

"Er ist die Gegenwart, leider. Aber ihr seid die Zukunft."
Leslie Knope

Was war in den ersten 100 Tagen Trump passiert? Hier listen wir die wichtigsten Handlungen der US-Regierung auf:

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