Bild: Getty Images

Beim "Women's March" gingen am Wochenende Hunderttausende Demonstranten gegen den neuen US-Präsidenten Donald Trump auf die Straße (bento mit dem Überblick und bento mit Portraits einiger Demonstrantinnen). Deutlich mehr als am Freitag bei seiner Vereidigung erschienen waren.

Nun könnte sich Trump zurücklehnen und Politik machen – immerhin ist er jetzt Präsident. Stattdessen hielt er sein Beraterteam an, das Wochenende über in einen Kleinkrieg mit den Medien auszutragen. Am Samstag log der neue Pressesprecher Sean Spicer über die Anzahl der Menschen am Inauguration Day (bento). Am Sonntag nun legte Beraterin Kellyann Conway nach:

Im NBC-Programm "Meet the Press" wurde die Beraterin befragt, warum es für Trump an seinen ersten beiden Tagen nichts Wichtigeres gab, als sich über die Besucherzahl seiner Antrittsrede zu streiten. Ihre Antworten:

  • Versuche, Trumps Antritt klein zu rechnen, seien "eine Schande und falsch".
  • "Es gibt keine Möglichkeit, Menschenmengen richtig einzuschätzen."
  • Das Team von Trump habe daher "alternative Fakten" zu den Zahlen der Medien präsentiert.

Trump hatte behauptet, dass zwischen 1 und 1,5 Millionen Besucher nach Washington kamen. Medien hatten angegeben, dass es höchstens 250.000 Menschen waren. Die Anzahl der Demonstranten lässt sich von Experten sehr gut einschätzen. Die "New York Times" erklärt es hier.

Mit diesen Plakaten demonstrierten Menschen beim "Women's March" gegen Trump:
1/12
Bei einem zweiten Interview brachte Conway die Idee eines neuen Geheimdienstes ein.

In der ABC-Talkshow "This Week" ging es um die Rolle der Geheimdienste. Conway regte an, dass Trump "seine eigene Geheimdienst-Community installieren" müsse. Die Regierung würde Geheimdienstler bevorzugen, "die gegenüber dem Präsidenten mehr Respekt entgegen bringen".

Ihre Vorstellung, dass die Institutionen eines Staates dem Staatsoberhaupt treu ergeben sein müssen, ist gruselig.

Behörden sollten sorgfältig arbeiten und sind nicht dazu da, dem Präsidenten hörig zu sein.

Dieser Vortag war auch nicht schöner:


Tech

Samsung erklärt endlich, warum dein Galaxy in Flammen aufgeht

Im September hatte Samsung erst den Verkauf seines Galaxy Note 7 verschoben (bento), im Oktober wurde die Produktion dann ganz gestoppt (bento). Das Smartphone hatte immer wieder Feuer gefangen, erste verkaufte Geräte waren explodiert, angebrannt, hatten Kunden an den Händen verletzt (bento). Knapp drei Millionen Smartphones wurden zurückbeordert.

Seitdem hat Samsung an der Ursache für die Explosionen geforscht – und hat jetzt eine Antwort.