Bild: dpa / Ian Langsdon
Frankreichs Hoffnung gegen Rechts

Am 7. Mai wählt Frankreich einen neuen Präsidenten. Es wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der ultrarechten Marine Le Pen und dem Shootingstar der französischen Politik: Emmanuel Macron.

Seine Umfragewerte kletterten zuletzt auf 26 Prozent – und sind damit erstmals auf einer Höhe mit seiner Konkurrentin vom Front National.

Der 39-Jährige ist Außenseiter, parteilos, pro-europäisch und liberal:

Hier sind neun Dinge, die du über den Hoffnungsträger der Franzosen wissen musst:
1. Er hat eine neue Bewegung gegründet – und sie nach sich benannt

Die parteilose Bewegung "En marche!" bedeutet so viel wie "Vorwärts!" und hat die gleichen Initialen wie Macron. Offiziell heißt sie "Association pour le renouvellement de la vie politique" – Vereinigung für die Erneuerung des politischen Lebens. Er gründete sie vor einem Jahr in seinem Heimatort Amiens. Mittlerweile hat sie über 180.000 Mitglieder. (Le Figaro)

(Bild: dpa/Christophe Ena)
2. Er ist Teil der Elite – und links

Seine Eltern waren Ärzte, er durchlief die typische Elite-Ausbildung in Frankreich: Topschulen und Top-Universitäten. Seinen späteren Arbeitgeber, Präsident Francois Hollande, lernte er mit 24 bei einem Abendessen bei Freunden kennen. Später war er Banker bei der Pariser Investmentbank Rothschild & Cie.

Trotzdem sieht er sich als Linker und betont: "Ich komme von der Linken, ich bin ein Linker und habe Lust, mit Leuten von der Rechten zusammenzuarbeiten." (Zeit Online)

Lass uns Freunde werden!

3. Er stand noch nie zur Wahl

Macrons erste politische Position war nicht gerade klein: Nach seiner Zeit als Banker wurde er Wirtschaftsminister in der Regierung von François Hollande. Er arbeitete dort zwei Jahre, bevor er im Sommer 2016 zurücktrat. (Guardian)

4. Und will Frankreichs Politiksystem revolutionieren

Aus seiner Innensicht heraus bezeichnet er die französische Politik als "geistlos" – und will eine "demokratische Revolution". In seinem Wahlprogramm kündigt er an, Ungerechtigkeiten im Rentensystem zu beseitigen, Staatsanteile zu verkaufen und Geringverdiener zu entlasten. Außerdem will er die Nationalversammlung um ein Drittel schrumpfen und die Beschäftigung von Familienmitgliedern von Parlamentariern verbieten. (SPIEGEL ONLINE)

5. Er ist ein großer Merkel-Fan

Während sich Le Pen als "Anti-Merkel" inszeniert und behauptet, diese zerstöre Frankreich, sagt Macron, er sei der Bundeskanzlerin dankbar. Die deutsche Gesellschaft habe die Würde Europas gerettet, indem sie Not leidende Flüchtlinge aufgenommen hätte. (Zeit Online)

6. Und einer von Europa

Die meisten Politiker umgehen im Wahlkampf lieber das Thema Europa. Macron setzt explizit auf die Union: Er will sie stärken – und fordert etwa einen europäischen Wirtschaftsminister. Während Le Pen verlangt, dass von allen öffentlichen Gebäuden die französische Flagge wehen soll, hisst Macron bei seinen Veranstaltungen auch immer die europäische Flagge. (SPIEGEL ONLINE).

7. Er bricht mit Tabus

Bei einem Besuch in Algerien bezeichnete er die französische Kolonialgeschichte als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit". Damit verärgerte er einen großen Teil der Bevölkerung – seine Umfragewerte rutschten ab. Als er sich später für die Aussage entschuldigte, warfen ihm führende Politiker vor, nicht glaubwürdig zu sein. Marine Le Pen warf ihm vor, mit seinen Aussagen nur die Stimmen der Franzosen mit Migrationshintergrund abgreifen zu wollen. (FAZ)

(Bild: dpa / Pascal Rossignol)
8. Und mit Konventionen: Seine Frau ist 24 Jahre älter als er

Er lernte die 63-jährige Brigitte Trogneux auf seiner von Jesuiten geführten Privatschule kennen: Er war 17, sie seine Französischlehrerin, hatte Mann und Kinder. Aus Angst vor einem Skandal verließ Macron die Schule und zog nach Paris. Die Beziehung hielt, 2007 heirateten sie. (Libération)

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9. Die Art, wie er redet, wurde zum Meme

Seine flammende wie krächzende Art Reden zu schwingen bescherten ihm bereits die ersten Memes. Als Anspielung auf seine Banker-Vergangenheit verglichen Twitter-Nutzer seinen ersten großer Aufritt als Präsidentschaftskandidat im Dezember mit der Rede von Leonardo Di Caprio als Jordan Belfort in "The Wolf of Wall Street". (GQ Magazine)


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