Bild: Wolfgang Borrs/dpa
"Finden Sie Christian Lindner scharf?"

FDP-Chef Christian Lindner sieht auf seinen Wahlkampfplakaten aus wie ein Hugo-Boss-Model. Darüber gibt es schon so viele Witze, dass kaum einer über die eigentlichen Inhalte auf den Plakaten nachdenkt. 

Nun war Lindner zum "Kleinen TV-Duell" bei Sat1 geladen, einem Treffen von FDP, den Grünen, der Linkspartei und der AfD. Das Format hieß "Die 10 wichtigsten Fragen der Deutschen". Mitglieder aller vier Parteien sollten ihre Antworten präsentieren. Dafür hatten sie jeweils 30 Sekunden Zeit.

Eigentlich hätte alles seriös werden können. 

Doch dann war für Moderator Claus Strunz tatsächlich diese hier eine der wichtigsten Fragen:

Finden Sie Christian Lindner scharf?

Die Frage ging raus an Linke-Chefin Katja Kipping und die Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckhard. Außerdem war noch Alice Weidel von der AfD anwesend. 

Keiner fühlte sich so richtig wohl mit dem Thema.

Göring-Eckhard wich aus, in Lindners Blick spiegelte sich irgendwas zwischen Verwunderung und Whatthefuckness. Er schüttelt sogar leicht den Kopf. Katja Kipping benannte, was das hier eigentlich ist: Sexismus

Seit Jahren werden Frauen in der Politik benachteiligt und auf ihren Körper reduziert. Nun passiert das umgekehrt: "Ich glaube nicht, dass das die Gleichberechtigung ist, die ich meine", sagte Kipping.

Hier könnt ihr die Szene sehen:
Moderator Claus Strunz merkte das alles nicht. 

Er fand es lustig und wollte unbedingt eine Antwort darauf, wie scharf Christian Lindner nun sei. Später fragte er auch Lindner selbst, ob dieser eitel sei. 

Der FDP-Chef antwortete, er wolle nicht über dieses Thema sprechen. Inhalte seien ihm wichtiger.

Den Zuschauern ging es da ähnlich:


Gerechtigkeit

Europa stoppt Flüchtlinge in Afrika. Bewaffnete Söldner helfen dabei

Es kommen derzeit deutlich weniger Flüchtlinge über das Mittelmeer. Im Juli und August waren es 90 Prozent weniger als in den gleichen Monaten im Vorjahr. 

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Der Rückgang der Flüchtlingszahlen liegt an mehreren neuen EU-Plänen. Und gefährlichen Manövern der Libyer.