Bild: dpa/Henry Wasswa
Es geht um ein besonderes Schutzprogramm.

Die Europäische Union möchte mit einem neuen Schutzprogramm besonders bedürftigen Flüchtlingen aus Nordafrika und dem Nahen Osten helfen. Bis 2019 sollen auf diese Weise 50.000 Menschen auf legalem Weg direkt nach Europa kommen.

Einen besonders großen Anteil wird Deutschland übernehmen: 10.000 Flüchtlinge werden in die Bundesrepublik kommen.

Das verkündete nun die EU-Kommission. Eine entsprechende Zusage der Bundesregierung sei in dieser Woche bei der EU-Kommission eingegangen, sagte der EU-Flüchtlingskommissar Dimitris Avramopoulos den Zeitungen der Funke Mediengruppe. (SPIEGEL ONLINE/Tagesschau)

Avramopoulos lobte die Deutschen:

Die deutsche Regierung ist erneut zur Stelle, wenn es um internationale Solidarität geht.

Aus anderen EU-Mitgliedstaaten gibt es ebenfalls Zusagen für die Aufnahme von Flüchtlingen. Insgesamt kann so 50.000 Schutzsuchenden geholfen werden. Die Übersiedlung soll bis Herbst 2019 stattfinden. Die EU unterstützt die Aufnahmeländer mit einer halben Milliarde Euro.

Warum ist das wichtig?

Gelingt die Initiative, kann verhindert werden, dass Flüchtlinge den lebensgefährlichen Weg über das Mittelmeer auf sich nehmen. Außerdem würde es das Handwerk von Schleppern und Menschenhändlern unterbinden, die Profit aus der Not Flüchtender machen.

Geholfen werden soll Flüchtlingen, die besonderen Schutz benötigen und in großen Notlagen leben.


Grün

Großbritannien will Plastik-Strohhalme und Wattestäbchen verbieten
Es ist der Start einer großen Umweltschutz-Initiative.

Plastik wird nur sehr langsam zersetzt, jeden Tag landen Tonnen an Verpackungen, Folien und Kleinstteilchen in der Natur. Nun will Großbritannien einem besonders sinnlosen Stück Plastik den Kampf ansagen: dem Strohhalm.

Plastikstrohhalme sollen in Großbritannien verboten werden, das entsprechende Gesetz könnte schon im kommenden Jahr kommen. Das kündigte Premierminister Theresa May am Mittwoch an. (UK Government)

Die Initiative sei Teil eines größeren Programms – nämlich dem Verbot sämtlichen Plastikmülls bis 2042.